• 02Aug

    Der Mensch steht immer mehr im Mittelpunkt von Social Media und Enterprise 2.0 Projekten. Schließlich hängt der Erfolg dieser Projekte von der Resonanz der Zielgruppe ab. Man kann halt immer weniger mit der Präsentation von gut gestalteten Werbeformaten einen Blumentopf gewonnen.

    Sicherlich überprüfen viele Unternehmen ihre Werbekampagnen um so auch ein Feedback über deren Wirkung zu erhalten, aber oft sparen sie sich gerade das. Bei Social Media Kapagnen zeigt sich schnell, ob sie funktionieren oder nicht. Umso wichtiger ist es, dass sich Kommunikatoren, egal ob für interne oder externe Maßnahmen, mit der Psychologie der Menschen beschäftigen.

    Das Buch von Gerd Gigerenzer „Bauchentscheidungen – Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition“ ermöglich einen informativen Einblick in die Entscheidungsprozesse der Menschen. Menschen ziehen oft einfache Prozeduren zur Entscheidungsfindung komplizierten Prozessen vor. Dabei spielt z.B. die Bekanntheit von Produkten eine besonders große Rolle. Branding also, wen wundert es, ist natürlich immer noch sehr wichtig.

    Verblüffend ist dabei auch, wie gut diese Entscheidungen funktionieren, bzw. sogar als der „bessere“ Prozess empfohlen werden. In vielen Experimenten wurde nachgewiesen, dass Entscheidungen, die auf einfachen Entscheidungsbäumen beruhen, besser oder zumindest gleich gut funktionieren, wie komplexe Auswahlverfahren.

    Viele Entscheidungen beruhen unbewusst auf diesem Prinzip, werden aber als „unerklärliche“ Intuition wahrgenommen. Eben diesem Bauchgefühl sollten wir öfter trauen und es ruhig auch zugeben.

    Prof. Dr. Gerd Gigerenzer hat dieses Buch sehr unterhaltsam geschrieben. Ich habe es fast wie ein Roman „verschlungen“. Normalerweise lese ich nicht so gerne ein Buch ein zweites Mal. Das wird bei diesem Buch aber sicherlich anders sein.

    Ein Beispiel für seinen unterhaltsamen Schreibstil findet sich gleich auf den ersten Seiten:
    „Ein Professor der Columbia Universität in New York überlegte hin und her, ob er das Angebot einer anderen Universität annehmen sollte. Schließlich nahm ihn ein Kollege beiseite und riet ihm:“Maximiere doch einfach deinen erwarteten Nutzen – du schreibst doch immer darüber.“ Darauf entgegnete der Professor entnervt: „Hör auf damit – das ist jetzt ernst.“

    Das Buch hat mir geholfen, das Verhalten der Menschen wieder ein bisschen besser zu verstehen. Eine interessante Frage ist es natürlich auch, wie man diese Erkenntnisse bei der Einführung von Enterprise 2.0 und Social Media nutzen kann. Ich denke eine gute Basis für spannende Diskussionen.

    Auf jeden Fall ein empfehlenswertes Buch:
    Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition

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  • 26Jul
    Kategorien: Web 2.0 Kommentare: 0

    Am Wochenende habe ich im TV wieder einigen Politikern bei Interviews oder in Gesprächsrunden zugehört. Im Grunde ändert sich nichts. Trotz sinkender Wahlbeteiligungen und teilweise dramatischer Abstürze bei der Wählergunst versuchen diese sich immer noch massiv eindeutige Aussagen zu vermeiden. Die einzigen eindeutigen Aussagen sind Beschimpfungen der Gegner.

    Das ist aber meiner Meinung einer der Gründe für die immer weiter sinkende Wahlbeteiligung. Da wird zwar oft auf die Interessenlosigkeit einiger Wählerschichten geschoben, aber das ist nicht der wirkliche Grund.

    Es gab immer Menschen, die überhaupt kein Interesse an der Politik und unserer Gesellschaft haben. Die Leute, die sich heute von der Politik verabschieden gehören aber nicht dazu. Diese Menschen möchten ernst genommen werden und nicht mit inhaltslosen Plattitüden beschallt werden.Social Media wäre eine gute Möglichkeit damit anzufangen. Es muss den Politikern aber ernst damit sein. Es erwartet sicherlich keiner von einem hochrangigen Politiker, dass er immer sofort auf alles eingeht, bzw. wirklich alles selber macht. Er/Sie sollte aber maßgeblich daran beteiligt sein und sich so viel wie möglich einbringen. Es muss zumindest authentisch wirken und das ist schwer, wenn man nichts selber macht.

    Es ist auch nicht zu verstehen, warum Politiker diesen Kanal nicht nutzen. Es müsst doch auch schon in Politikerkreisen angekommen sein, dass Ihre Wähler schon längst dort sind. Ich glaube noch nicht mal, dass Sie bei der Nutzung betreut werden müssen. Der Wille sich ehrlich und ernsthaft mit den Wählern auseinanderzusetzen sollte eigentlich reichen. Ein Tipp hier und da wäre aber sicherlich trotzdem hilfreich. Vielleicht finden sich dazu ja auch Freiwillige interessierte Bürger.

    Noch etwas zur Nutzung der neuen Medien von Politikern. Ich schreibe gelegentlich eine E-Mail an die für meinen Wahlkreis zuständigen Politiker. Die Antworten sind aber in der Regel nicht zufriedenstellen. Man merkt einfach, dass es ein Standardtext ist.

    Bei gerade aktuellen Themen erhält man auch schon einmal ein vorbereitetes pdf als Antwort zurück. Das zeigt in meinen Augen ganz deutlich, dass man als Wähler nicht ernst genommen wird. Ich habe auch irgendwo gelesen, dass es auch wirksamer sein soll einen „richtigen“ Brief zu schreiben. Das möchte ich aber nicht weiter kommentieren.

    Ich möchte aber den Politikern folgendes empfehlen: „Geht ins Netz, aber richtig. Nehmt mich bitte ernst.“ Die Wähler würden sich dann ernst genommen fühlen und die Wahlbeteiligung würde sicherlich wieder steigen. Aber trotzdem liebe Leser: „Geht bitte Wählen, denn nur wir Wähler haben es in der Hand“

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  • 02Jul

    Heute ist für mich ein besonderer Tag, wie man aus der Überschrift übernehmen kann. Ich bin seit heute selbstständig. Ein Freund hat gesagt, dass setzt sich aus selbst und ständig zusammen. Also alles selber machen, und das ständig.

    Ich freue mich aber darauf, denn schließlich ist es nicht nur die Arbeit, die damit verbunden ist. Ich kann eben auch gestalten und die Entwicklung selber bestimmen. Ein Wunsch dabei war auch mich zukünftig noch stärker mit den Themen Enterprise 2.0 und Social Media/Web 2.0 zu beschäftigen. Weiterhin war es für mich wichtig, dass nicht nur für ein Unternehmen zu tun.

    Ich freue mich schon darauf, mit vielen Menschen aus den unterschiedlichsten Unternehmen zusammen zu arbeiten. So erhalte ich viele Einblicke und kann so bei den verschiedensten Projekten geben und nehmen.

    Ich freue mich auch schon auf die Zusammenarbeit mit N:Sight, die wir vereinbart haben. Wir werden zusammen Studien erstellen und Seminare durchführen. Ein weiterer Grund, aus dem ich mich entschieden habe mich Selbstständig zu machen. Ich wollte mich gerne etwas wissenschaftlicher mit Enterprise 2.0 und Social Media/Web 2.0 auseinandersetzen. Das ist durch diese Zusammenarbeit und anderen Projekten gegeben.

    Gute Texte beginnen nicht jeden Absatz mit den gleichen Wörtern und deshalb hatte ich mir erst überlegt, dies für diesen Artikel zu ändern. Dann habe ich mir aber gedacht, dass diese Wiederholung genau meine Stimmung trifft, also hab ich’s gelassen.

    Während meiner langjährigen Tätigkeit bei ABB und meinem persönlichen Engagement in meine Freizeit habe ich viel Know-How aufgebaut. Dieses Know-How möchte ich nun in Workshops und als Beratungsleistung zur Verfügung stellen.

    Ich werde nun eigenständige oder an Kundenwünsche angepasste Seminare und Beratung zu Intranet-Management, Enterprise 2.0, Wissens- und Dokumenten-Management und Social Media/Web2.0 anbieten. Vielleicht arbeiten wir ja auch mal zusammen.

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  • 26Mai
    Kategorien: Intranet Kommentare: 0

    Während des Intranet Summit 2010 habe ich an einer Arbeitsgruppe zum Thema Motivation teilgenommen. “Sollte ein Intranet einen Namen haben” war einer der  Punkte, die wir diskussiert haben. Es herrschte schnell Einigkeit darüber, dass es von Vorteil wenn Intranets einen guten Namen haben. Die Mitarbeiter an der Namensfindung zu beteiligen, wurde dabei als positives Beispiel bewertet.

    Ein Mitglied der Gruppe hatte uns diesen Prozess in seinem Unternehmen beschrieben. Als Ergebnis dieses Prozesses fand man auch einen schönen Namen. Der Name des Unternehmens wurde ein bisschen verkürzt und um den Begriff scope (xxxxscop) ergänzt. Die Verwendung des Namens wurde jedoch leider nicht möglich. Der Branding-Verantwortliche war dagegen. Heute heißt das Intranet einfach „Intranet“. Eine Entscheidung, die nicht gerade zum Erfolg des Intranets beiträgt.

    Das ist ja, wie wenn man seinen Hund “Hund nennt, war mein Kommentar bei der Präsentation der Gruppenergebnisse. Über Twitter ging der Kommentar dann gleich hinaus in die Twitter-Welt und es kam auch prompt die Antwort: Das ist ja so, wie wenn man sein Telefon Fred nennt.

    Meiner Meinung nach ist es nicht das Gleiche ist. Die Mitarbeiter sollten bei einem Intranet den Eindruck haben, dass es Ihres ist. Dies ist über einen Namen wesentlich einfacher, denn es kommt eine emotionale Komponente hinzu. Die Mitarbeiter bauen natürlich eine noch höhere Bindung auf, wenn Sie an der Namensfindung beteiligt werden. Und ein schöner Name hört sich auch in einem Gespräch darüber viel besser an.

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  • 21Mai

    Branding war das Thema der Keynote des zweiten Tages. Bei externer Kommunikation immer ein Thema, aber intern wird es oft vernachlässigt. Es ist aber wichtig auch im Intranet die Marke und die damit verbundenen Werte stärker in den Vordergrund zu stellen. Schließlich sind die Mitarbeiter die Botschafter der Marke. Das Intranet ist der beste Platz diese Botschafter zu entwickeln.

    Das Beispiel der Wiener Stadthalle zeigt, dass man auch mit 250 Mitarbeitern sinnvoll ein Intranet betreiben kann. Das Intranet startet dort gleich, wenn man den PC startet und die Zeiterfassung erfolgt auch gleich darüber. Leichter bekommt man die Mitarbeiter nicht ins Intranet.

    Hubert Burda steht voll hinter seinem Intranet und möchte auch, dass seine Mitarbeiter  mitmachen. So sollte es eigentlich immer sein. Nur so bekommt das Intranet seinen richtigen Stellenwert.

    Immer mehr Intranets werden zum zentralen Portal, das als Einstieg in viele Unternehmensprozessen dient. Vor einigen Jahren waren sich fast alle Intranets ähnlich. Das hat sich heute deutlich geändert. Die Intranets unterscheiden sich nun, was aber auch richtig ist. Die Unternehmen haben unterschiedliche Bedürfnisse und somit unterschiedliche Ansprüche an Ihr Intranet.

    Das Thema Intranet bleibt also spannend.

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