Monthly Archives: Januar 2009
Neues Wassersportportal Aqua-TV
Beim Lesen der Zeitschrift Segeln ist mir der Hinweis auf ein neues Web-TV Angebot aufgefallen. Aqua-TV ist ein Magazin für Liebhaber des Wassersports. Es sollen regelmäßig Beiträge zum Thema erscheinen.
Das Angebot zeigt deutlich, dass Video das einzige richtige Format für bestimmte Themen ist. Emotionen kommen so einfach am besten rüber. Ich habe mir gleich einen Beitrag über segeln in den Seychellen angesehen. Da bekommt man gleich Lust ein Flugzeug zu besteigen.
Videos eignen sich auch besonders gut um Dinge zu erklären. Im Portal kann man sich z.B. ein Video zum entwirren von Ankerketten ansehen. Seemännisch richtig heißt das natürlich „Ankerkette klarieren“. Besser kann man es nur erklären, wenn man auf einem Boot ist und dort nach dem zeigen selber ausprobiert.
Das Angebot zeigt auch, dass sich das Internet hervorragend eignet um Radio- und TV-Beitrage auch für Themen zu veröffentlichen, die nicht zum Mainstream gehören.
Glaubwürdig kommunizieren
Gedruckte Inhalte sehen die Menschen noch immer als glaubwürdiger an. Durch den häufigen Nutzen von Online-Medien ändert sich das aber langsam und wird irgendwann keinen Unterschied mehr machen. Es gibt aber noch weitere Kriterien, die die Glaubwürdigkeit stark beeinflussen. Die besten Aktionen scheitern unter umständen, wenn die Leser nicht an diese glauben.
Deshalb ist es meiner Meinung nach wichtig konsequent Kommunikation zu betreiben, die den Empfänger überzeugt. Dazu gibt es ein paar Sachen zu beachten.
Widersprüche vermeiden
Oft liest man in einem Text Behauptungen, die einander widersprechen. Dies ist den Autoren vielleicht gar nicht Bewusst. Überlegen Sie sich genau was Sie schreiben möchten. Also erstellen Sie ein „Gerippe“ für den Text. Die Inhalte als Stichworte zeigen dann sehr schnell, wenn die Behauptungen nicht konsistent sind. So stellen Sie auch einen logischen Aufbau sicher.
Übertreiben Sie nicht
In den USA wird Übertreibung akzeptiert und eher positiv gesehen. Das ist im europäischen Kulturkreis aber nicht so. Leser sehen Übertreibungen schnell als negativ an. Besonders im Web verlassen Sie die Seite dann auch sehr schnell. Also bleiben Sie bei der Realität und übertreiben Sie die Eigenschaften Ihrer Produkte nicht.
Ehrlich und offen kommunizieren
In Zeiten von Web 2.0 geht es schnell nach hinten los, wenn man es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Es wird immer jemanden geben, der es aufdeckt. Genauso wichtig ist es deshalb auch offen zu kommunizieren. Warum nicht auch negative Themen selbst veröffentlichen. Man muss es dann nur aktiv angehen die Missstände zu beheben. Das zeigt dem Leser mehr als deutlich, dass man nichts beschönigen möchte. So wird aus einer negativen Nachricht positive Kommunikation. Man muss nur den Mut dazu haben.
Beispiele gibt es zurzeit genug bei den Banken. Immer wieder tauchen Milliardenbeträge auf, die in irgendwelchen Löchern verschwunden sind. Die Kunden fragen sich entweder ob die Banken eigentlich so richtig wissen, was Sie tun oder fühlen sich einfach belogen.
Zeigen Sie Kompetenz
Wichtig ist es auch, dass man Ihren Artikel die Fachkenntnis anmerkt. Allerdings auf keinen Fall jetzt die Artikel mit Fachbegriffen spicken. Die Kunst ist es hier einfach verständlich und doch fachlich kompetent zu schreiben.
Authentisch schreiben
Als „Künstler“ für die Kommunikation zu schreiben, heißt natürlich perfekt formulierte Texte zu verfassen. Das ist dann aber oft Werbung und genau so kommt es beim Leser an. Werbung ist erst eher unglaubwürdig. Das haben wir aus vielen Erfahrungen gelernt. Also versuchen Sie allzu werbliche Text zu vermeiden.
Was kann man also den Verursachern unserer Krise daraufhin nun Raten. Holen Sie alle Leichen aus dem Keller, auch wenn es dazu ein bisschen zu spät ist und gehen Sie aktiv an den Aufbau Ihrer Glaubwürdigkeit.
Mich würde interessieren, wann eine Information für Euch glaubwürdig ist?
Enterprise 2.0 Summit in Köln
Im Februar findet das zweite Enterprise 2.0 FORUM in Köln statt. Communities und Social Networks sind das Thema der Veranstaltung. Dabei geht es um die Unterstützung und Verbesserung der Zusammenarbeit innerhalb von Firmen.
Fachbeiträge und Praxisbeispiele geben einen guten Überblick über die aktuelle Entwicklung. Ich freue mich auch schon auf die Diskussionen, für die es sicherlich genügend Raum geben wird.
Mein Vortrag auf dieser Veranstaltung gibt einen Überblick über die entsprechenden Aktivitäten von ABB.
Lesen Sie dazu das Interview, welches der Veranstalter diese Woche mit mir geführt hat.
http://www.e20forum.de/konzept/e20-forum-001/details/referat/1078.html
Bücher lesen mit Mindmaps
Ich lese gerne Fachbücher um mich weiterzubilden. Dabei benutze ich kleine Post-It’s, um mir Stellen zu merken, die mich interessieren. Das ist ein Verfahren, welches für mich das gewünschte Ergebnis bringt. Zumindest für Aktionen, die Zeitnah auf das Lesen der Bücher folgen.
Allerdings gibt es wohl noch bessere Verfahren, die einen nachhaltigeren Effekt haben. Florian Ruster beschreibt in seinem Blog ein für mich vielversprechenden „Lesen“. Seine Empfehlung ist es Mindmaps dazu zu benutzen. Ich verwende diese schon sehr lange erfolgreich als Hilfsmittel zur kreativen Ideenfindung. Es ist bestimmt einen Versuch wert diese auch beim Bücher lesen einzusetzen.
Die ersten beiden Schritte sind in diesem Artikel nachzulesen:
http://www.creaffective.de/blog/archives/21-01-2009.html
Auf den nächsten Artikel bin ich schon sehr gespannt.
Gesichtserkennung von Apple weiterentwickelt
Bilder wurden bisher überwiegend durch den Namen der Datei gefunden. Im Internet kann man zusätzliche Informationen, wie Bilduntertitel oder Alt-Tags für die Such benutzen. Es ist aber vom Autor abhängig ob es funktioniert. Viele Bilder werden aber nicht gefunden.
Apple stellt nun im Januar iLife 09 vor. Darin enthalten ist eine neue Version von iPhoto. iPhoto ist in der Lage Gesichter zu erkennen und findet diese auf anderen Bildern wieder. Suchen wir nun nach Fotos von Tante Klara ist das nun ganz einfach. Ein Bild zur Erkennung reicht und weitere Bilder können gefunden werden.
Geotagging
Weiterhin erkennt iPhoto bekannte Plätze auf Bildern. Den Eiffelturm auf den Urlaubsbildern zu finden sollte so kein Problem mehr sein. Besonders Fotografen, die viel „knipsen“ werden an solchen Funktionen ihre Freude haben. Schöne Bilder wiederzufinden ist bei einer großen Anzahl Bilder oft sehr schwierig.
Personen in einer Menge zu finden jetzt einfacher?
Das wird wohl noch für einige Zeit schwierig bleiben. Zu viele Kriterien spielen da ein Rolle. Die deutsche Polizei kommt bei einem Versuch jedenfalls nur auf eine Trefferquote von 60%. Es wird jedoch für Suchmaschinen möglich werden Bilder von Personen im Internet zu finden.
Also aufgepasst, wenn man Partybilder ins Web stellt und dabei nicht nur an sich denken. Irgendwann werden sie vielleicht von der falschen Person gefunden. Man wird jedenfalls wieder ein bisschen öffentlicher.
Wer bin ich Online?
Für mich ist das wieder ein Anzeichen, dass Reputationsmanagement im Internet ein Muss ist. Und das ist für mich kein negativer Aspekt. Es gehört heute einfach dazu und muss verantwortungsvoll ausgeführt werden. Dadurch ergeben sich viele Vorteile und es macht Spaß. Schließlich kann man nur mit anderen Fachleuten zu diskutieren oder Mitstreiter für sein Hobby zu finden, wenn man mitmacht.
Link zur Apple Website: http://www.apple.com/de/ilife/



