Emotionen steuern Wahrnehmung
Bei Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken kommt es immer darauf an die gewählten Botschaften bei der Zielgruppe zu verankern. Dabei haben Emotionen ein deutliches Wörtchen mitzureden.
Positive Emotionen führen zu einer ganzheitlichen Aufnahme von Botschaften. Sie werden weniger kritisch untersucht. Daten werden weniger eng und eher unstrukturiert verarbeitet. Man glaubt also schneller, was einem so alles erzählt wird.
Schlecht gelaunt ist man wesentlich kritischer. Behauptungen werden viel genauer geprüft. Es geht viel eher darum alles zu Untersuchen, als einfach mal was zu Glauben.
Wünschen wir uns also nur glückliche Kunden. Dann hätten wir es jedenfalls viel einfacher. Leider sind Menschen nicht ständig gut gelaunt, aber vielleicht können wir etwas dazu beitragen positive Emotionen aufzubauen oder Situationen zu nutzen, in denen Menschen einfach besser gelaunt sind.
Lustige Werbung hat es also leichter ohne schwere Prüfung aufgenommen zu werden. Auch sympathische Botschafter haben es da leichter. Der Blick in ein gemütliches Wohnzimmer während der Dämmerung schafft positive Emotionen. Das kann man z.B. Nutzen, wenn man die Energieeffizienz meines Produktes bewerben möchte.
Ein neuer Trend, das Brandvertainment, verbindet amüsante Unterhaltung mit dem Marketing für Produkte und Dienstleistungen. Unterhaltsame Aktionen werden in die Kommunikation von Produkten und Dienstleistungen einbezogen. So schafft man viel leichter Botschaften emotional zu vermitteln.
Animiert zu diesem Beitrag hat mich das interessante Buch „Informationspsychologie: Wahrnehmen und Gestalten in der Medienwelt (Sav Psychologie)“ von Roland Mangol



