Monthly Archives: Juni 2009

“New blog post” wird es nicht mehr geben

Bequem ist es ja schon. Man installiert ein Plugin und schon werden die neuen Beiträge automatisch bei Twitter gepostet. Ist die bequeme Lösung nun aber auch ein Gute? Man lässt sich oft zu leicht verführen den einfachen Weg zu wählen. In der Regel ist  Zeit und Aufwand zu sparen aber nicht der erfolgreichste Weg. Ich denke deshalb, dass das Ziel so einem  Twitter-Beitrag nicht erreicht wird. Ich habe mich nun aber entschieden dieses Plugin zu entfernen.

Der Grund für die Entscheidung ist, dass die Twitter-Meldung immer gleich aussieht. Es erscheint jedes mal „New blog post: Titel des Beitrags.  „New blog post“ ist für sich erst mal keine Aussage zum Inhalt. Der Titel ist dazu nicht immer erklärend genug um den Inhalt eines Artikels zu erklären. Dazu kann man im Titel auch z.B. keine Hash-Tags unterbringen. Sieht zumindest etwas seltsam aus.

Ich werde natürlich weiterhin meine neuen Blogbeiträge twittern. In Zukunft schreibe ich diese aber angepasst an das Medium. Der Aufwand ist nur ein klein wenig größer.

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Wer ist Schuld an der Zukunft?

Im Anschluss an einen Vortrag letzte Woche wurde die Frage gestellt, wo die Entwicklung in den nächsten Jahren denn so hingeht. Der Referenten äußerte daraufhin die Meinung, dass das Internet das Leitmedium wird.  „In 10 Jahren gibt vielleicht keine gedruckte Zeitung mehr“, bemerkte er in seinem nächsten Satz.

Das war wohl für einige Teilnehmer zu viel. Es wurde sehr schnell von einer verarmten Gesellschaft geredet, wenn es keine gedruckten Zeitungen mehr gäbe. Mein Einwand, dass es nicht auf das Medium, sondern auf den Inhalt ankommt, änderte nicht viel an der Meinung. Es wurde, wie schon so oft, der Überbringer der Botschaft verurteilt. Und das ist eigentlich das Problem in solchen Diskussionen.

Es geht ja dabei gar nicht darum, ob wir diese Änderung wollen oder nicht. Eine Entwicklung hin zu den Online-Medien wird einfach nicht mehr aufzuhalten sein. In Zeiten von Web 2.0 kommt dann noch viel größer Änderung für die Arbeit in der  Kommunikation hinzu.

Ursache für manch heftiges Reagieren ist das eigene Nutzerverhalten. Man geht einfach davon aus, dass sich alle so verhalten, wie man selbst. Das gilt natürlich auch für sehr versierte User.

Es ist also falsch über die Nachteile einer geänderten Medienlandschaft zu diskutieren. Stattdessen sollte man lieber Fragen, wie die folgenden diskutieren:

  • Glauben Sie, dass wir hier Einfluss auf die Entwicklung haben?
  • Informiert sich Ihre Zielgruppe in der gleiche Weise wie Sie?
  • Denken Sie, dass wir unsere Arbeit nicht anpassen müssen?
  • Erreichen wir alle Zielgruppen mit den gleichen Medien?

Ziel solcher Diskussionen ist es, die Teilnehmer zu animieren, sich einfach mit den neuen Medien zu beschäftigen. Denn das ist es schließlich, was wir alle machen müssen. Nur so können wir die Kommunikation für die Zukunft entwickeln.

Menschen neigen halt dazu, Informationen die Ihre Meinung bestätigen, viel stärker wahr zunehmen. Das sollte man sich selbst auch immer wieder klar machen, sonst überschätzt man schnell die ein oder andere Entwicklung.

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Bloggen, aber warum?

Bei einem kleinen Web 2.0 Workshop diese Woche wurde die Frage „Warum bloggen Menschen“ gestellt. Und auch gleich beantwortet: „ Das machen die zur eigenen Darstellung“

Diese Meinung zeigt, das der Gedanke von Web 2.0 noch nicht überall angekommen ist. Nach dem Workshop habe ich mir noch mal Gedanken zu diesem Thema gemacht und weitere Gründe für die „Sender“ gefunden.

Meine Liste zu der Frage „Warum machen die das?“:

  • man empfängt nicht nur, sonder gibt auch eigenes Wissen zurück
  • viel Autoren schreiben einfach gern.
  • Sie möchten mit Ihren Inhalten etwas bei Ihrer Zielgruppe bewirken
  • man kann so auch Inhalte einfach dokumentieren
  • einmal etwas aufzuschreiben ist oft einfacher, als es immer wieder zu erklären
  • eine eigene Online Reputation aufzubauen wird heutzutage immer wichtiger
  • in manchem Bereich ist es wichtig um Kunden und Mitarbeiter zu gewinnen
  • natürlich betreibt es der ein oder andere auch zur Eigendarstellung

Generell muss noch mehr daran gearbeitet werden die Idee von Web 2.0 in die Köpfe der Menschen zu bringen. Das Teilen von Wissen oder gemeinsam etwas zu erarbeiten wird noch nicht überall als einen Weg zum Erfolg gesehen.

Oft wird auch noch übersehen, dass der Aufwand etwas für Blogs, Twitter etc. zu schreiben, nicht immer ein  zusätzlicher Aufwand ist. Er ist zumindest nicht höher, als es in einer E-Mail für einen kleinen Verteiler zu schreiben. Der Nutzen ist für viele aber ungleich größer.

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