Monthly Archives: Juli 2009
Buchtipp: Enterprise 2.0
Immer mehr Firmen denken darüber nach Web 2.0 Anwendungen auch innerhalb Ihres Unternehmens einzusetzen. Um den besonderen Anforderungen gerecht zu werden nutzt man deshalb seit einiger Zeit den Begriff „Enterprise 2.0“ um die Nutzung von Web 2.0 in Firmen zu beschreiben. Innerhalb eines Unternehmens gibt es doch weitreichendere Anforderungen als im Internet. Oft ist die Einführung z.B. mit einem Kulturwandel verbunden, was immer ein schwieriger Prozess ist.
Die 2. Auflage des Buchs Enterprise 2.0 von Alexander Richter und Michael Koch ist dabei eine gute Quelle um sich über die möglichen Anwendungen zu Informieren. Viele neue Fallstudien geben einen guten Einblick in die verschiedensten Projekte.
Eines dieser Fallstudien ist eines meiner Projekte, was ich noch bemerken möchte. Beschrieben wird dabei die Einführung eines Wiki’s als Pilotprojekt vor der unternehmensweiten Einführung.
Link zum Buch Enterprise 2.0 von Alexander Richter und Michael Koch
Auf jeden Fall ein empfehlenswertes Buch
Thema mobiles Intranet
Mobiles Internet setzt sich durch (fast) günstige Flatrates langsam durch. Ein Grund im Arbeitskreis Intranet (aexea) auch über die Anwendung innerhalb von Unternehmen zu diskutieren. Im Rahmen der Vorträge und Workshops kamen wir schnell zu dem Schluss, dass das größte Problem die Sicherheit ist. Ohne eine gute Lösung dazu braucht man über einen mobiles Intranet nicht nachzudenken. Zu schnell gelangen sensible Daten sonst in die falschen Hände.
„Wir sollten da auch was mobil machen“; ist schnell ausgesprochen. Letztendlich muss man doch vorher genau über den Nutzen nachdenken. Idealerweise entwickelt man das mit Szenarien, die mögliche Anwendungen beschreiben. Nur so erhält man eine Vorstellung über den tatsächlichen Nutzen
Bei dieser Betrachtung identifizierten wir zwei mögliche Anwendungen:
- Applikation, die z.B. die Freigabe von Urlaubsanträgen gestatten ermöglichen reisenden Managern die Wartezeit am Flughafen Sinnvoll zu nutzen, also interne Prozesse unterstützen. Mitarbeiter müssen nicht mehr frustriert tagelang warten, bis der Chef wieder im Büro ist. Prozesse dieser Art spielen die eingesetzten Mittel schnell wieder ein.
- News, Informationen über neue Dokumente usw. sind einer weitere Anwendung, die Mitarbeitern großen Nutzen bringen können
Besonders wichtig war allen Teilnehmern das mobile Angebote nicht zu umfangreich sein dürfen. Idealerweise kann der Mitarbeiter selbst entscheiden, was Er/Sie unterwegst abrufen möchte. Dies kann dann übersichtlich zur Verfügung gestellt werden. Usability ist dabei ein wichtiger Faktor
Schwierig wird es die vorhanden CMS (Content Management Systeme) für den mobilen Zugriff Fit zu machen. Ein einfacher Webzugriff würde zudem nicht den Ansprüchen für die Sicherheit entsprechen. Wir haben eher über kleine Applikationen diskutiert, die Inhalte aus dem CMS beziehen.
Es gibt in dem Bereich aber noch zu wenige Anwendungen auf die man zurückgreifen kann. Es bleibt als spannend.
Kundenbetreuung 2.0
Mindmaps sind eine gute Methode um kreativ neue Ideen zu entwickeln. Elektronisch geht das sehr gut mit dem Programm Mindmanager von Mindjet. Ich benutze das Programm schon seit ca. 10 Jahren sehr häufig. Leider haben die neuen Versionen, des immer noch sehr guten Programms, die Usability etwas vergessen.
Beim Erstellen von Mindmaps habe ich wieder mal eine Funktion nicht gefunden. Meinen Frust habe ich im Folgenden und 2 weiteren Twitter-Beiträgen geäußert:
#Mindmanager Version 6 was intuitive and easy to use, but is getting worse with every new version:-(
Kurze Zeit danach habe ich die folgende Antwort per Twitter von Mindjet erhalten:
Mindjet@JoachimL Hi Joachim, We’re open to your feedback. feel free to email your thoughts to us at customeradvocacy@mindjet.com. Thanks!
Dies zeigt, dass Mindjet auch im Internet genau hinhört, was die Kunden über die Produkte äußern. Ich habe mir dann die Mühe gemacht und in einem Mail meine Probleme beschrieben. Gleich darauf kam auch schon einen Antwort vom Customer Advocacy Manager.
Allein den Titel „Kunden Interessenvertreter“ liest man als Kunden schon gerne. Mir wurde mitgeteilt, dass meine Probleme in der folgenden Woche in der Team-Besprechung erörtert werden. Es wurde auch die Frage gestellt, ob man mich eventuell bei weiteren Fragen kontaktieren kann.
Mindjet erzielt mit Monitoring und einer zeitnahen Reaktion die folgenden positiven Aspekte:
- die öffentliche Antwort per Twitter stoppt möglicherweise eine Flut von negativen Beiträgen
- ich fühle mich als Kunde ernst genommen
- Sie erhalten Feedback um die Produkte zu verbessern
- Sie wissen, dass sie etwas tun müssen, wenn es viele solche Kommentare erhalten
- Sie können auf diesem Weg Wünsche von Kunden aufnehmen
Diese Beispiel zeigt, dass Firmen heute ins Web hören müssen um zu sehen, was über sie veröffentlicht wird. Dazu gehört es natürlich auch entsprechen zu reagieren.
Dies ist aber nur ein Teil einer Social Networking Strategie. Eigene Aktivitäten gehören in jedem Fall auch dazu. Man sollte die Kanäle nutzen, bei den man die eigenen Zielgruppen erreicht. Bei dieser Entscheidung hilft das Monitoring natürlich auch wieder. Also auf jeden Fall ein wichtiges Tool.
Link auf die deutsche Homepage von Mindjet:
http://www.mindjet.com/de-DE/default.aspx
Eindeutig und leicht zu verstehen ist es oft nicht!
RSS-Feeds sind effektiv, werden aber doch noch zu wenig genutzt. Dies liegt vielleicht auch an der schlechten Implementierung auf vielen Webseiten. Erste Schwierigkeiten beim Einrichten eines Feeds sind dabei vielleicht die Ursache für die Zurückhaltung der User.
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