Monthly Archives: August 2009

1941 – Crowd Sourcing führt zu einem perfekten Boot

Ideen von vielen Menschen zu einem möglichst perfekten Produkt zu vereinen, ist ein aktueller Trend. Heute spricht man dabei von „Croud Sourcing“. Man vergisst bei der Diskussion zum Thema Web 2.0 aber oft, dass die einzelnen Elemente nicht wirklich neu sind. Die Geschichte des Folkebootes zeigt ein Beispiel, dass vor fast 70 Jahren Corwd Sourcing nutze, um ein Segelboot zu entwickeln.

1941 wurde zu diesem Zweck ein Konstruktionswettbewerb ausgerufen. Sechzig Bewerber reichten daraufhin Ihre Entwürfe ein. Nun wurde dabei nicht der beste Entwurf ausgewählt, sonder das Beste aus allen Entwürfen für die Entwicklung eines Segelbootes verwendet.

Daraus entstand  das Folkeboot. Es ist sozusagen der VW Käfer der Segelboote. Kommentar der Zeitschrift  Segeln (Ausgabe 8/2009) dazu: „Kaum ein Boot bietet so viel Seetüchtigkeit auf so wenig Raum“


Folkeboot in Aktion

Noch heute gibt es eine sehr aktive Klassenvereinigung. Es werden noch Regatten veranstaltet und die Jubiläen werden groß gefeiert. Die Internetadresse der deutschen Klassenvereinigung mit weiteren Informationen zum Boot: http://www.folkeboot.de/

Der Erfolg dieses Bootes bestätigt die Aussage des amerikanische Journalist James Surowiecki: „Kleine Kollektive sind im Durchschnitt bei der Beantwortung von Fragen oder der Lösung von Problemen effizienter als die jeweils einzelnen Mitglieder.“

Begriffserklärung: Klassenvereinigung

Eine Vereinigung von Bootseignern eines gleichen Bootstyps. Bei Regatten dieser Vereinigung treten nur Boote dieses Typs gegeneinander an. Im Gegensatz zu „offenen“ Regatten, bei denen ein „Handicap“ in die Ergebnisse eingerechnet wird. Es findet in der Regel auch viele Veranstaltung statt.

Die Hilfe untereinander wird bei den Eignern Groß geschrieben. Es zeigt sich auch hier, dass viele Menschen mit gleichen Interessen erfolgreicher sind, als einzelne, die immer selber entscheiden und sich nicht um Input von anderen Bemühen.

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Warten ist wundervoll

Der Zug hat eine Verspätung oder man ist einfach zu früh los. Viele Menschen ärgern sich darüber, ohne die Zeit die man dadurch gewinnt als Geschenk anzunehmen. In Zeiten von ausgefüllten Terminkalendern findet man selten Lücken, um einmal in Ruhe über die verschiedenen Dinge nachzudenken.

Die Wartezeit gibt uns die Möglichkeit dazu. Nehmen Sie das Geschenk an, anstatt sich über den verspäteten Zug zu ärgern. Ich gehe oft bewusst früher zum Bahnhof. Zum einen habe ich dadurch weniger Stress. Kleine Verzögerungen auf dem Weg zum Bahnhof bringen mich dann nicht aus der Ruhe. Zum anderen nutze ich die Zeit auf dem Bahnhof  dazu über meine aktuellen Themen nachzudenken.

Die andere Umgebung und das Geschehen auf den Bahnsteigen lenken einen Genug ab, um den Kopf frei zu bekommen. Mir fällt dann immer viel ein. Ein Effekt, den viele Kreativitätstechniken nutzen, um neue Ideen zu generieren. Man muss nur daran denken etwas zum Schreiben mitzunehmen. Im Zug kann man das Erdachte dann gleich mit dem Notebook verarbeiten.

Natürlich ist das nicht möglich, wenn man einen sehr engen Terminplan hat. Das sollte aber auch nicht die Regel sein. Es schadet der Gesundheit und kleine Verspätungen bringen dann den ganzen Plan durcheinander. Und es ist nicht wirklich schlimm eine Stunde später nach Hause zu kommen, wenn man dadurch entspannter ankommt. Zumal man die Stunde ja nutzen konnte und so vielleicht am nächsten Tag vielleicht dafür früher Schluss machen kann.

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