Warten ist wundervoll
Der Zug hat eine Verspätung oder man ist einfach zu früh los. Viele Menschen ärgern sich darüber, ohne die Zeit die man dadurch gewinnt als Geschenk anzunehmen. In Zeiten von ausgefüllten Terminkalendern findet man selten Lücken, um einmal in Ruhe über die verschiedenen Dinge nachzudenken.
Die Wartezeit gibt uns die Möglichkeit dazu. Nehmen Sie das Geschenk an, anstatt sich über den verspäteten Zug zu ärgern. Ich gehe oft bewusst früher zum Bahnhof. Zum einen habe ich dadurch weniger Stress. Kleine Verzögerungen auf dem Weg zum Bahnhof bringen mich dann nicht aus der Ruhe. Zum anderen nutze ich die Zeit auf dem Bahnhof dazu über meine aktuellen Themen nachzudenken.
Die andere Umgebung und das Geschehen auf den Bahnsteigen lenken einen Genug ab, um den Kopf frei zu bekommen. Mir fällt dann immer viel ein. Ein Effekt, den viele Kreativitätstechniken nutzen, um neue Ideen zu generieren. Man muss nur daran denken etwas zum Schreiben mitzunehmen. Im Zug kann man das Erdachte dann gleich mit dem Notebook verarbeiten.
Natürlich ist das nicht möglich, wenn man einen sehr engen Terminplan hat. Das sollte aber auch nicht die Regel sein. Es schadet der Gesundheit und kleine Verspätungen bringen dann den ganzen Plan durcheinander. Und es ist nicht wirklich schlimm eine Stunde später nach Hause zu kommen, wenn man dadurch entspannter ankommt. Zumal man die Stunde ja nutzen konnte und so vielleicht am nächsten Tag vielleicht dafür früher Schluss machen kann.



