Monthly Archives: Mai 2010

Muss ein Intranet einen Namen haben?

Während des Intranet Summit 2010 habe ich an einer Arbeitsgruppe zum Thema Motivation teilgenommen. “Sollte ein Intranet einen Namen haben” war einer der  Punkte, die wir diskussiert haben. Es herrschte schnell Einigkeit darüber, dass es von Vorteil wenn Intranets einen guten Namen haben. Die Mitarbeiter an der Namensfindung zu beteiligen, wurde dabei als positives Beispiel bewertet.

Ein Mitglied der Gruppe hatte uns diesen Prozess in seinem Unternehmen beschrieben. Als Ergebnis dieses Prozesses fand man auch einen schönen Namen. Der Name des Unternehmens wurde ein bisschen verkürzt und um den Begriff scope (xxxxscop) ergänzt. Die Verwendung des Namens wurde jedoch leider nicht möglich. Der Branding-Verantwortliche war dagegen. Heute heißt das Intranet einfach „Intranet“. Eine Entscheidung, die nicht gerade zum Erfolg des Intranets beiträgt.

Das ist ja, wie wenn man seinen Hund “Hund nennt, war mein Kommentar bei der Präsentation der Gruppenergebnisse. Über Twitter ging der Kommentar dann gleich hinaus in die Twitter-Welt und es kam auch prompt die Antwort: Das ist ja so, wie wenn man sein Telefon Fred nennt.

Meiner Meinung nach ist es nicht das Gleiche ist. Die Mitarbeiter sollten bei einem Intranet den Eindruck haben, dass es Ihres ist. Dies ist über einen Namen wesentlich einfacher, denn es kommt eine emotionale Komponente hinzu. Die Mitarbeiter bauen natürlich eine noch höhere Bindung auf, wenn Sie an der Namensfindung beteiligt werden. Und ein schöner Name hört sich auch in einem Gespräch darüber viel besser an.

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Intranet Summit 2010 – Tag 2

Branding war das Thema der Keynote des zweiten Tages. Bei externer Kommunikation immer ein Thema, aber intern wird es oft vernachlässigt. Es ist aber wichtig auch im Intranet die Marke und die damit verbundenen Werte stärker in den Vordergrund zu stellen. Schließlich sind die Mitarbeiter die Botschafter der Marke. Das Intranet ist der beste Platz diese Botschafter zu entwickeln.

Das Beispiel der Wiener Stadthalle zeigt, dass man auch mit 250 Mitarbeitern sinnvoll ein Intranet betreiben kann. Das Intranet startet dort gleich, wenn man den PC startet und die Zeiterfassung erfolgt auch gleich darüber. Leichter bekommt man die Mitarbeiter nicht ins Intranet.

Hubert Burda steht voll hinter seinem Intranet und möchte auch, dass seine Mitarbeiter  mitmachen. So sollte es eigentlich immer sein. Nur so bekommt das Intranet seinen richtigen Stellenwert.

Immer mehr Intranets werden zum zentralen Portal, das als Einstieg in viele Unternehmensprozessen dient. Vor einigen Jahren waren sich fast alle Intranets ähnlich. Das hat sich heute deutlich geändert. Die Intranets unterscheiden sich nun, was aber auch richtig ist. Die Unternehmen haben unterschiedliche Bedürfnisse und somit unterschiedliche Ansprüche an Ihr Intranet.

Das Thema Intranet bleibt also spannend.

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Intranet Summit 2010 – Tag 1

Intranets werden spannend – Ein Zitat des ersten Tages ist auch gleich eine gute Zusammenfassung. Die Zeiten, in denen Intranets eine einfache Informationsplattform gewesen sind, neigen sich wohl dem Ende entgegen.

Immer mehr Intranets unterstützen Geschäftsprozesse und werden damit unverzichtbar für den Erfolg der Unternehmen. Idealerweise unterscheidet der Mitarbeiter nicht mehr zwischen dem Intranet und seinem Arbeitsplatz. Das Intranet ist einfach sein Einstieg. Er findet dort alles, was er zur Erledigung seiner Aufgaben benötigt.

Ob Reisanträge oder Prozessdokumentation, das Intranet ist der zentrale Anlaufpunkt  für die Erledigung dieser Aufgaben. Die Prozesse werden schneller und Daten immer effektiver genutzt. Das stellt immer mehr Anforderungen an den Intranetmanager.

Es reicht nicht mehr sich nur mit Inhalten und deren Erstellung zu beschäftigen. Es wird wieder wichtiger sich mit der Technik auseinander zu setzen. Die Komplexität macht dies erforderlich.

Weiterhin wurde über die Position in der Hierarchie des Unternehmens diskutiert. Bisher sind die meisten Intranetmanager in der Unternehmenskommunikation oder IT-Abteilung angesiedelt. Deren Verantwortung erstreckt sich aber nur über einen Teil der Anwendungen. Die Strategieabteilung der Unternehmen wäre eher der richtige Platz um diese Aufgabe zu verantworten. Dies war zumindest die Meinung vieler Teilnehmer.

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Enterprise 2.0 – In welchen Unternehmen geht’s?

Diese Woche hatte ich einige Diskussionen, über die Kultur von Unternehmen in Bezug auf die Anwendung von Enterprise2.0. Diskusstiert wird zurzeit an vielen Stellen, ob zuerst die Kultur bereit sein muss oder ob E20 die Kultur ändert.

Das angestrebte Ziel wäre dabei eine demokratische und offene Kultur. Gibt es das eigentlich ohne E20? Eigentlich nicht Mein. Außer vielleicht bei kleinen Unternehmen. Man benötigt doch die entsprechenden Tools, damit die Mitarbeiter eine Möglichkeit erhalten Ihre Meinung zu äußern, sich auszutauschen oder gemeinsam an Inhalten zu arbeiten. Das wäre mit herkömmlichen Mitteln auf jeden Fall sehr schwierig.

Gibt es die andere Variante. Eine streng hierarchische Organisation, die wenig kommuniziert und nicht an der Meinung der Mitarbeiter interessiert ist und durch E20 gewandelt wurde. Sicherlich nur als Ausnahme.

Die Wahrheit liegt wohl irgendwie in der Mitte. Unternehmen müssen wohl einen gewissen Reifegrad haben um Enterprise 2.0 erfolgreich einführen zu können. Das Management muss erkannt haben, dass motivierte Mitarbeiter eine wichtige Ressource für das Unternehmen ist. Eine gewisse Offenheit in der Kommunikation, auch bei heiklen Themen, sollte vorhanden sein. Die Kommunikationsabteilungen müssen auch bereit sein Ihre Kommunikations-Hoheit zumindest teilweise aufzugeben.

Braucht man die Geschäftsführung. Es ist auf jeden Fall hilfreich. Die Geschäftsführung sollte zustimmen, dass Mitarbeiter Ihre Meinung frei und offen äußern zu können. Man sollte bei einer solchen Frage auch ein paar Worst Case Szenarien aufstellen. Es nützt einem nämlich recht wenig, wenn in guten Zeiten alles bestens klappt und bei den ersten Wolken am Horizont gleich alles in Schutt und Asche gelegt wird.

Es gibt allerdings auch Beispiele, bei denen E20 im Untergrund gewachsen sind und dann die ganze Firma infiziert haben. Ich habe auf der Cebit sogar von einem Wiki bei der Bundeswehr erfahren, dass so erfolgreich war. Sicherlich kein demokratisch organisiertes Unternehmen.

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