Wer kann, der kann
Immer mehr Mitarbeiter „treiben“ sich im Netz um. Dabei spielen längst nicht mehr nur private Themen eine Rolle. Die Anzahl der „Unternehmenssprecher“ steigt. Diese Entwicklung ist nicht immer vorteilhaft für Unternehmen. Gut gemeinte Aktionen müssen nicht immer auch eine positive Auswirkung haben.
Dazu frage ich mich bei vielen auch privaten Aktivitäten bei Facebook, Twitter und Co. manchmal, ob den Autoren klar ist, was Sie gerade öffentlich von sich zur Schau stellen. Frei nach dem Motto: „Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert“. Ein lädierter Ruf schadet aber nicht immer nur der Person. Es kann vielfältige Auswirkungen auf das Unternehmen haben. Kundenbeziehungen können beschädigt werden oder eine Person wird nicht mehr als Experte anerkannt.
Sollte man nun seinen Mitarbeitern die Einstellung solcher Aktivitäten nahe legen? Sicherlich ist dies keine gute Idee, abgesehen davon, dass das nicht zulässig ist. Mitarbeiter sollen sich ja aktiv im Netz bewegen. Sie sollen sich ja mit Kunden vernetzen oder in Gruppen/Foren mit Fachleuten austauschen. Ein Trend, der sich immer mehr durchsetzen wird. Abgesehen davon wäre es sicherlich auch nicht förderlich für die Motivation der Mitarbeiter, wenn man da Einfluss nehmen wollte.
Ein Weg zur Vermeidung „falscher“ Aktivitäten ist es dem ganzen einen Rahmen zu geben . Eine Social Media Policy sollte in keinem Haus fehlen. Sie sollte aber nicht nur dazu dienen den Mitarbeitern Vorschriften zu machen. Es ist auch Empfehlenswert die Mitarbeiter aktiv zur Nutzung aufzufordern.
Eine gute Hilfestellung zur Erstellung einer eigenen Social Media Policy ist es mal bei anderen rein zu schauen. Dazu finden Sie viele gute Beispiele in der Liste von Klaus Eck.
http://klauseck.posterous.com/mehr-als-100-social-media-policy-beispiele
Eine Social Media Policy alleine macht aber noch keinen erfolgreichen Social Networker. Was oft fehlt ist Medienkompetenz, die aber dringend benötigt wird, wenn man sich erfolgreich im Netz bewegen möchte. Also führen Sie Trainings für die Mitarbeiter durch und ergänzen diese durch weitere Aktivitäten, wie z.B. Tipps die Sie im Intranet veröffentlichen.
Auch mögliche Gefahren sollten dabei nicht vergessen werden. Allerdings sollten nicht alle Beiträge mit erhobenem Zeigefinger geschrieben werden. Sonst lassen Ihre Mitarbeiter nachher aus Angst ganz die Finger davon.
Also fördern sie die Social Media Aktivitäten Ihrer Mitarbeiter und entwickeln deren Medienkompetenz. Und vertrauen Sie Ihnen. Die machen es in der Regel dann schon richtig. Es lohnt sich.



