Social Media Worker im 24/7 Einsatz?
„Das Internet schläft nie“ ist eine Aussage, die sicherlich nicht in Frage gestellt wird. Daraus kann man dann ableiten, das Unternehmen um 17:00 nicht aufhören können sich darum zu kümmern, wenn Sie Social Media Aktivitäten betreiben. Das bedeutet dann im Gegenzug, dass sich irgendwer auch danach darum kümmern muss.
Ich habe den Eindruck, dass „Irgendwer“ einfach diejenige Person ist, die irgendwelche Social Media Kanäle betreut. Man geht entweder davon aus, dass diese Personen sich einfach auch nach Feierabend darum kümmern oder man kümmert sich einfach gar nicht darum ob sich zu diesen Zeiten einer damit beschäftigt. Entweder weil man glaubt das kein Handlungsbedarf besteht oder weil man einfach nicht daran denkt.
Sich einfach außerhalb der Arbeitszeit gar nicht darum kümmern ist sicherlich die schlechteste Lösung. Das kann dann schon ziemlich nach hinten losgehen. Es gibt auch sicherlich auch Mitarbeiter, die es einfach so mitmachen. Das ist aber vielleicht eher die Ausnahme. In der Regel sind Menschen nicht einfach so bereit mehr zu tun, als im Arbeitsvertrag steht. Das ist zumindest meine persönliche Erfahrung aus vielen Gesprächen und da möchten sicherlich auch Gewerkschaft und Betriebsräte mitreden.
Wie löst man nun aber das Problem? Ich denke dass man sich irgendeine Lösung als Ausgleich überlegen muss. Das könnte z.B. eine pauschale Anrechnung von ein paar Stunden auf die Arbeitszeit sein oder ein paar freie Tage im Jahr.
Wie man das löst kann aber auch ganz anders aussehen. Jedenfalls muss man sich damit beschäftigen, wenn man mit Social Media anfängt und nicht erst nachdem etwas passiert ist und das Kind in den Brunnen gefallen ist.
Die richtigen Arbeitsmittel
Noch ein weiterer Aspekt, ist dabei zu beachten. Nach 17:00 (oder auch später) sitzt man nicht mehr im Büro am Schreibtisch. Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass man ohne vernünftige mobile Geräte ziemlich auf verlorenen Posten steht.
Nun werden heutzutage in vielen Unternehmen iPad, Smartphones noch als etwas Besonderes gesehen, was eher nur den oberen Etagen zur Verfügung gestellt wird. Ich kann an diese Adresse dazu nur folgendes sagen: „Hören Sie auf mit diesem Unsinn und statten Sie einfach Ihre Mitarbeiter mit den Geräten aus, die diese für Ihre Arbeit benötigen. Punkt!“



