So möchte ich die Zukunft nicht
Bei Gesprächen mit Freunden und Bekannten stoße ich häufiger auf Unverständnis oder Ablehnung, wenn ich meine Vorstellungen von der Entwicklung der nächsten Jahre spreche.
So habe ich habe vielleicht einen Vorteil, weil ich mich beruflichen mit diesen Dingen beschäftige und dadurch in manchen Dingen einen Informationsvorsprung habe. Natürlich glaube ich nicht, dass ich wirklich in die Zukunft schauen kann. Das wäre natürlich schön, denn ich könnte damit sicherlich viel Geld verdienen.
Wahrscheinlich hat die Einschätzung vieler Menschen über die Zukunft aber gar nichts mit Informationen zu tun haben. Es ist meiner Meinung nach eher von den eigenen Wünschen und Vorlieben getrieben. „Es kann nicht sein, was ich nicht möchte“ ist sicherlich dabei eine Aussage, die zwar nicht ausgesprochen wird, aber sicherlich die Basis vieler Meinungen übder die Zukunft ist.
Ein weiterer Grund ist wohl der Glaube, dass bisherige Verhaltensweisen sicherlich nicht verkehrt gewesen sind, sonst hätte man damit ja nicht so viel Erfolg gehabt. Dabei wird leider vergessen, dass sich die Rahmenbedingungen verändern. Was vor 5 oder 10 Jahren noch funktioniert hat, passt aber vielleicht heute oder in der Zukunft nicht mehr. Eine Einstellung, die auch schon so manches Unternehmen an den Rand des Ruins oder darüber hinaus gebracht hat.
Sicherlich gibt es auch Entwicklungen, die mir nicht gefallen, aber man muss doch den Realitäten ins Auge sehen. Das heißt natürlich nicht, dass man alles einfach so akzeptieren muss. Unter Umständen besteht ja die Möglichkeit Dinge in die richtige Richtung zu lenken oder sich zumindest an dem Versuch zu beteiligen. Manchmal muss man es aber auch einfach akzeptieren.
Ein hypothetisches Beispiel, was aber meiner Meinung nach schon in wenigen Jahren Realität wird: Gedruckte Bücher werden wahrscheinlich in einigen Jahren immer seltener werden, da vermutlich immer mehr Menschen eBooks nutzen werden. Sie sind meist billiger und zusätzliche Funktionen der Reader machen das Lesen interressanter. Und das obwohl viele Menschen gerne in Büchern stöbern und die Haptik beim Lesen mögen. Natürlich kann man sich dem Trend entgegenstellen und nur gedruckte Bücher kaufen. Diese werden aber wahrscheinlich immer teurer, wenn immer weniger gedruckt werden. Es wird sicherlich einen Punkt geben, an dem selbst der größte Fan da nicht mehr mitmachen möchte oder kann.
Meiner Meinung nach muss man offen sein für die Veränderungen, die da kommen. Die Welt bleibt ja nicht stehen, nur weil man es möchte. Man sollte aber mit daran arbeiten, dass Veränderungen, die in die falsche Richtung laufen berichtigt werden. Zunächst sollten die Veränderungen aber offen aufgenommen werden, vorausgesetzt, dass Sie niemandem schaden. Also erst man unvoreingenommen ausprobieren und dann erst Urteilen.
Ich frage mich dabei immer wieder, wie man Menschen, die sich den Veränderungen verweigern, dazu bringen kann offener für Neues zu werden. Das ist auch nicht nur im privaten Umfeld wichtig, sondern kann auch für Unternehmen entscheidend werden. Mitarbeiter sollen sich ja auch weiter entwickeln.
Ich glaube, dass man dabei aufpassen muss andere nicht zu überfordern, das heißt mit Ideen und Anwendungen nicht zu weit weg sein darf. Kontinuität ist dabei ein weiterer Faktor, der auf Dauer vielleicht zum Erfolg führt. Dinge kommunizieren, die einen selber weiter bringen oder helfen eigene Probleme zu lösen ist dabei in der Regel auch sehr hilfreich. Welche Strategien wendet Ihr dabei an?



