Das böse Internet
Bei einigen Gesprächen in meinem privaten Umfeld wurde wieder mal heftig auf das Internet geschimpft. Besonders schade finde ich es dann, wenn Menschen aus dieser Angst heraus ganz auf die Nutzung bestimmter Angebot, wie z.B. Facebook, verzichten. Leider werden die Potentiale, die das Internet und die sozialen Netzwerke bieten, durch die negative Berichterstattung ganz in den Hintergrund gedrängt.
Es ist natürlich so, dass der Umgang mit dem Datenschutz bei Facebook nicht so ist, wie er sein sollte, aber das heißt ja nicht, dass man nicht dabei sein kann. Es gibt natürlich auch andere problematische Dinge, aber man lässt ja auch sein Auto nicht stehen weil viele Menschen beim Autofahren verunglücken.
Beim Auto hat man natürlich einen direkt erlebbaren Nutzen, der die Nutzen/Risiko-Analyse zugunsten des Autos ausfallen lässt. Bei vielen Angeboten, die das Internet bietet scheint es immer noch für viele nicht so direkt ersichtlich zu sein, welchen Nutzen sie dadurch haben.
Aus eigener Erfahrung kann ich auch bestätigen, dass es manchmal ein bisschen dauert, bis man merkt welchen Nutzen man davon hat. Wenn man nicht so einen explorativen Charakter hat, kommt man aber vielleicht häufig gar nicht dahin wo der Nutzen sich deutlich bemerkbar macht.
Die Medien haben Ihren Anteil daran
Dazu trägt natürlich auch die Berichterstattung der Medien bei. Aus Angst vor dem „bösen Feind“ Internet haut man immer fleißig drauf. Nur dass dieses Verhalten wenig Potential für die Zukunft darstellt, sehen viele Verantwortliche da nicht.
Das Internet bedroht natürlich viele Unternehmen, aber es ist nicht mehr wegzudenken, Es wird sich auch nicht in Luft auflösen. Menschen, die in der Vergangenheit einen Webstuhl zu Hause hatten, fanden es sicherlich auch nicht besonders toll, als auf einmal industrielle Webereien aufgetaucht sind. Letztendlich haben sie auch in irgendeiner Form ihre Einkommensquellen verändern müssen. Eine unschöne Tatsache, aber leider nicht zu ändern. Die Entwicklung geht weiter.
Unternehmen, die von solchen Entwicklungen bedroht sind, müssen deshalb Ihre Stärken analysieren und sehen, wie sie damit in Zukunft noch bestehen können. Also aktiv nach vorne sehen und nicht in der Ecke schmollen und auf die anderen schimpfen.
Brauchen wir eine Aktion „positives Internet
Das Internet wird immer wichtiger. Es geht eigentlich jetzt schon kaum noch etwas ohne. In Zukunft wird es aber immer weiter in unser Leben eindringen. Der richtige Umgang damit wird also ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für Unternehmen und ganze Länder.
Damit die Menschen in unserem Land das Internet als Chance ansehen, ist es wichtig, dass damit eine positive Sichtweise verbunden ist. Um die zu bekommen, benötigt man eine positive Berichterstattung und die können leider zum überwiegenden Teil nur die Medien bringen. Eine Alternative wäre es, dass Internetschaffende eine Aktion dazu ins Leben rufen. Ich denke jedenfalls, dass würde unserem Land sehr nützen. Wie sehen Sie das?
Sich den Problemen stellen
Sicherlich gibt es auch problematische Aspekte im Internet. Häufig ist das Internet aber nur der Sensor, der Probleme erst sichtbar macht. Natürlich kann man dazu aufrufen Leute zu mobben und das ist sicherlich einfacher geworden als früher. Muss man aber nicht eher dafür sorgen, dass mobben nicht mehr gesellschaftsfähig ist, anstatt dem Internet die Schuld zu gegeben.
Die Verbrechen die natürlich auch im Internet ausgeübt werden, muss man noch besser verfolgen als es heute der Fall. Die Polizei muss besser ausgebildet werden und natürlich die richtigen Ressourcen dazu zur Verfügung stellen. Was natürlich nicht heißen soll, dass man harmlose PC’s ausspionieren soll.
Medienkompetenz
Zum positiven Erlebnis trägt natürlich auch die Art und Weise bei, wie man damit umgeht. Schon in der Schule und Uni muss die Ausbildung zur Medienkompetenz ein selbstverständlicher Bestandteil werden. Ebenso müssen Unternehmen dafür sorgen, dass die Mitarbeiter den richtigen Umgang damit lernen. Schließlich werden sie immer häufiger „Unternehmenssprecher“ und können für sich und das Unternehmen einen großen Schaden anrichten.
Von vielen schon genutzt, aber doch häufig nicht so richtig, ist ein Zustand, der sicherlich verändert werden muss. zumindest im eigenen Umfeld sollte man Botschafter dafür werden.




Zur Berichtserstattung über das Internet:
Ich wundere mich schon lange darüber, dass Medien “ungestraft” das Internet vertreufeln dürfen. Für sämtliche Unternehmen ab einer bestimmten Größe (den Bäcker um die Ecke ausgenommen) ist das Internet unverzichtbar. Wieso reagieren Branchenverbände nicht? Z.B. der Bitkom agiert wie ein Beamtenladen.
So geht es mir auch immer. Ich ärgere mich aber eher, als das ich mich wundere.
[...] Grüne steigen in Wählergunst weiter ab Emotionen: 51* | 4* In Blogs gefunden: Das böse Internet KomblogDas Internet bedroht natürlich viele Unternehmen aber es ist nicht mehr wegzudenken Es wird [...]
Die immer wiederkehrende, einfältige Kritik finde ich eher lästig. Häufig wird nur pauschal abgeurteilt und die böse Technik als Default Schuldiger identifiziert. Frau Passig hat hierzu einen herrlichen Artikel verfasst. http://www.iweihs.net/wp/archives/2016
Ich bin sicher, dass sich die aktuelle Situation sozusagen “überleben” wird. Diese Aussage bezieht sich nicht auf das Lebensalter der Personen.