Enterprise 2.0 – Mitstreiter finden

Keiner ist allein. Das trifft natürlich auf alle Mitarbeiter eines Unternehmens zu. Nur bedeutet das natürlich nicht, dass alle Kollegen einen jederzeit unterstützen. Der Erfolg einer Enterprise 2.0 Initiative ist unter Anderem davon abhängig, dass man genügend Mitstreiter findet. Sehr hilfreich sind dabei Unterstützer aus der Geschäftsleitung, wobei es aber genauso auf aktive Nutzer aus den unterschiedlichsten Hierarchieebenen ankommt.

Darin unterscheidet sich Enterprise 2.0 von keinem anderem Projekt. Einen guten Artikel zu diesem Thema habe ich heute Morgen von Jürgen Rohr gelesen. Er beschreibt die emotionalen Bedürfnisse als Schlüssel für die Gewinnung von Unterstützern. Da kann ich nur zustimmen.

Gespräche unter Kollegen

Beim Start einer Enterprise 2.0 Initiative ist es wichtig mögliche Anwendungsszenarien zu identifizieren. Dazu sollte man mit möglichst vielen Mitarbeitern und Führungskräften das Thema zu diskutieren. Diese Diskussionen dienen dann zum Einem dazu erste Pilotprojekte zu initiieren, aber auch Mitstreiter zu gewinnen.

Cordelia Krooß von BASF nutzt dazu einen erfolgversprechenden Ansatz. Sie stellt bei entsprechenden Meetings zu Beginn die folgenden Fragen:

  • Wo arbeiten sie mit anderen zusammen?
  • Wo benötigen sie Informationen?
  • Wo gibt es dabei Probleme?

Bei der anschließenden Präsentation kann sie die Antworten mit einbeziehen und dabei schon die ersten Ideen für die Nutzung aufzeigen. Meiner Meinung ein notwendiger und erfolgversprechender Ansatz.

Der Artikel von Jürgen Rohr bezieht sich auf die emotionalen Bedürfnisse der angesprochenen Person. Um diese heraus zu finden bedarf es bei solchen Gesprächen genauen Zuhörens, damit man auch zwischen den Zeilen lesen kann und so die wirklichen Bedürfnisse zu erfahren. Wobei zuhören in Meetings meiner Meinung nach sowieso die wichtigste Disziplin ist. Anschließend kann man in der Diskussion genau passend auf die Bedürfnisse der angesprochenen Person argumentieren.

Die Vergangenheit zählt

Heutzutage hat es in Unternehmen unzählige Projekte zur Einführung von Tools oder für die Durchführung von Veränderungsprozessen gegeben. Es macht sehr viel Sinn sich diese einmal anzusehen. So bekommt man schnell ein Gespür, was in der Vergangenheit funktioniert hat und wo dabei Probleme aufgetreten sind.

In den Gesprächen mit Kollegen betritt man so keine Bereiche mit verbrannter Erde und kann sicherlich besser Überzeugen, wenn man Mechanismen aufgreift, die schon zuvor zum Erfolg geführt haben. Außerdem vermeidet man im Projekt Fehler, die schon einmal gemacht wurden.

Fazit

Es ist bei Enterprise 2.0 Projekten wichtig mit möglichst vielen Mitarbeitern zu sprechen. Dabei sind Häuptlinge genauso wichtig wie Indianer. Verschwenden Sie dabei nicht ihre Kraft für Menschen, die Veränderungen völlig ablehnen. Es ist viel leichter Mitstreiter bei denen zu gewinnen, die neuen Ideen aufgeschlossen gegenüber stehen. Diese Vorgehensweise ist auch wesentlich erfolgreicher.

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