Ich schreibe, darum weiß ich

Es gibt die verschiedensten Gründe, warum ich gerne schreibe. Dazu gehört, dass ich gerne Wissen weitergebe. Es ist viel zu schade Wissen, welches man erworben hat, einfach für sich zu behalten. Die Frage ist für viele natürlich, wie man selber davon profitiert. Für mich stellt sich diese Frage aber zunächst nicht. Ich denke auch, dass es der falsche Ansatz ist, wenn man bei allen Aktivitäten zunächst an den eigenen Nutzen denkt.

Schreiben

Es wäre schon eine schrecklich egoistische Welt, die gleich, wenn man etwas macht, jedes Mal nach einer Belohnung schreit. „Kommt nix, mach ich nix“ wäre eine Devise, nach der ich nicht agieren möchte. Weiterhin lerne ich auch von anderen. So ergibt sich auf jeden Fall immer ein Austausch.

Ich schreibe aber auch einfach gerne. Es macht mir einfach Spaß Gedanken, die ich zu einem Thema habe nieder zu schreiben. Weiterhin hilft es mir einfach auch beim Denken. Schließlich muss man einen Text auch strukturieren und überlegen, was zu einem Thema dazu gehört und wie es miteinander verbunden ist. Manchmal ist mir das recht klar, aber ebenso oft gibt es dabei Lücken. Das führt mich zu einem anderen Aspekt. Ich möchte eine Thema oder Teilgebiet nämlich nicht so gerne lückenhaft darstellen.

Nun könnte man sich darauf zurückziehen, dass man als Experte so ziemlich viel weiß. Das sollte dann ja schon für die meisten Artikel reichen. Ich denke aber keiner weiß alles und die Dinge entwickeln sich auch weiter. Das trifft natürlich besonders beim Internet und allen Themen die damit zu tun haben zu.

Lernen durch schreiben

Da man nicht alles wissen kann, muss man halt sehen, wo die restlichen Informationen herkommen. Dazu starte ich meist eine kleine Recherche. Ich durchforste das Internet, entsprechende Communities usw. um zu sehen, was es sonst noch zu dem Thema gibt oder wie es sich weiterentwickelt hat. Man sollte auch nicht vergessen nachzusehen, ob man selber schon  etwas dazu geschrieben habe. Man kann sich ja nicht alles merken. Zumindest verlinken sollte man auf die bisherigen Artikel und sich nicht allzu oft widerholen.

Das Recherchieren macht mir wiederum genauso viel Spaß, wie das Schreiben. Womit wir wieder beim Anfang wären. Denn ich finde fast immer etwas, womit ich mein Wissen erweitern kann oder was einfach spannend ist. So habe also sehr häufig etwas davon. Manchmal kommt man auch ein wenig vom Thema ab und findet Sachen, nach denen man nicht gesucht hat. Man sollte sich dabei ruhig treiben lassen. Häufig führt gerade das dazu, dass man Neues findet oder einfach bestimmte Dinge plötzlich anders betrachtet.

Informelles lernen

Jeder muss sich natürlich selber entscheiden, wie weit er sich in ein Thema einarbeiten möchte. Soll es zum Experten-Level führen oder einfach zu einer gesunden Basis für die tägliche Arbeit. Ganz ohne Lernen geht es aber heute nicht mehr.

Für mich ist der Besuch von Seminaren nur ein sehr kleiner Teil vom Lernen, der schon hilft sich zu Beginn in ein Thema einzuarbeiten, aber es eben nicht ermöglicht sich wirklich tief in eine Thematik einzuarbeiten oder der schnellen Entwicklung zu folgen. Ab einem gewissen Niveau gibt es nur wenige Angebot in dieser Richtung, die einem etwas bringen. Nur im Austausch mit anderen kommt man dann noch weiter.

Am schönsten ist es natürlich sich direkt austauschen zu können. Aber es gibt auch so einiges an Informationen, die nur gefunden werden muss. Für die Recherchen benötigt man zunächst eine gewisse Medienkompetenz, die man sich erst erarbeiten muss, was allerdings schnell geht. Dann muss man nur noch die richtigen Schwerpunkte zu setzen und die passenden Tools auszuwählen. Für mich gehören RSS-Feeds z.B. immer dazu, da diese es ermögliche ziemlich effektiv Informationen aus den verschiedensten Quellen zu nutzen.

Es bleibt einem ziemlich selbst überlassen, ob man den Weg des informellen Lernens einschlägt. Auf Dauer aber sicherlich ein Weg, der den eigenen Marktwert steigert. Schlau sind Unternehmen, die Ihre Mitarbeiter dabei unterstützen. Dabei geht es nicht nur darum den einzelnen darin zu fördern, sondern gerade den internen Austausch zu nutzen, um sich gegenseitig weiter zu entwickeln. Dazu gehören auch wieder interne und externe Blogs und andere Möglichkeiten um sich austauschen zu können. Wobei wir wieder beim Schreiben wären.

Also liebe Leser schreibt mal wieder, Ihr werden was lernen.

 

 

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