Schön ist es mit der deutschen Bahn…
nicht immer. Still nutze ich fast jede Woche die Deutsche Bahn. Dabei zahle ich freiwillig die zu hohen Preise und lasse mich, da ich gerne am Gang sitze, ständig von Mitreisenden, die Ihren Koffer nicht in den Griff bekommen, anrempeln. Nun da ich weiß, dass auch die Schweizer Bundesbahn auch nicht immer ganz pünktlich ist, nehme ich Verspätungen mit Gelassenheit hin. So lange ich irgendwie an mein Ziel gelange, bin ich schon ganz zufrieden.
Das ganze Jahr habe ich viel kleines und großes Geld ausgegeben, um fast jede Woche mit der Bahn in die Schweiz und zurück zu fahren. Buchen konnte ich das Online. Dabei spielte es überhaupt keine Rolle, in welcher Richtung die Fahrt ging. Ich konnte sogar in der Schweiz mit dem deutschen Bahnportal Tickets von dort nach Hause kaufen und gleich ausdrucken. Keiner war deshalb böse auf mich und meine Kreditkarte war auch immer gefragt und selbstverständlich gedeckt.
Nun macht mir die Deutsche Bundesbahn allerdings das Leben schwer. Man möchte wohl nicht mehr, dass ich in die Schweiz fahre, zumindest nicht mehr mit der Bahn. Es ist jetzt nur noch zulässig von Deutschland in die Schweiz zu buchen. Hin und zurück mit einem Ticket geht auch noch. Was soll ich jetzt nur machen. Ich habe ein Ticket in die Schweiz gebucht, kann jetzt aber online kein einzelnes für die Rückfahrt kaufen. Muss ich jetzt auswandern und in der Schweiz bleiben? Da hat sich wirklich einer was ganz Tolles ausgedacht. Ich frage mich nur, warum online hin geht und hin und zurück auch, aber zurück alleine nicht? Wahrscheinlich muss man für diese Logik spezielle Synapsen haben. Ein einfacher Bahnfahrer kann da nicht mit.
Ich habe auch telefonisch versucht, den Sinn dieser Änderung zu erkunden und vielleicht doch noch eine Lösung zu finden. Dabei hatte ich angemerkt, dass sich nun die Fahrpreiserhöhung dazu führt, dass sich der Service verschlechtert. Daraufhin wurde mir mitgeteilt, dass wäre nicht so, denn die Tickets mit der Post würden jetzt schneller verschickt. Das gilt dann auch für Fahrten aus der Schweiz.
Könnte es sein, dass die Bahn noch nicht so ganz im Online-Zeitalter angekommen ist. Internet gibt es ja erst seit fast 20 Jahre und wird bei uns ja immer noch „neue Medien“ genannt. Papier ist auch noch sehr wichtig. Druckt man sein Online gebuchtes Ticket nicht aus, hat man auch keines. Bei der Kontrolle ist dann ein iPad oder iPhone nämlich kein Papier und damit wird es auch missachtet, auch wenn man den QR-Code auch von diesem einscannen kann. Wahrscheinlich weil es nicht zum Entwerten in die Zange passt. Nur wenn man mobil bucht, ist das iPhone auch ein Ticket. Ein iPhone ist eben nur manchmal auch Papier, aber eben meistens nicht. Vielleicht sollte ich beim nächsten Mal ein weißes iPhone nehmen. Vielleicht merkt dann keiner, dass es kein Papier ist.
Ich denke, dass es auch an anderen Stellen noch Raum für Verbesserungen gibt. Mir ist da im Laufe meiner Reisen das ein oder andere aufgefallen, was z.B. in der Schweiz ein bisschen besser funktioniert. Dort kann ich z.B. mit der iPhone-App Tickets für die S-Bahn kaufen. Das sollte man mal in Köln versuchen. Die APP der Bundesbahn kennt zwar die S-Bahn, kann dazu aber nichts sagen und weigert sich beharrlich ein Ticket zu erstellen. Vielleicht habe ich aber auch nur nicht lange genug gewartet. Weiterhin hat die SBB es geschafft Zugauskunft und Ticket kaufen in eine App zu packen. Das geht bei der deutschen Bahn wahrscheinlich nicht, weil es bei uns mehr Gleise gibt. Deshalb gibt es eine App für die Zugauskunft und eine mit der man Tickets kaufen kann.
Mir scheint aber doch, dass die deutsche Bahn in der letzten Zeit ständige den Service verbessern möchte. Ich kann mich noch daran erinnern, dass immer einige Minuten vor dem Erreichen eines Bahnhofs durchgesagt wurde, auf welcher Seite man aussteigen kann. Zu so einem frühen Zeitpunkt macht das eigentlich keinen Sinn. Man kann ja während der Fahrt weder rechts noch links aussteigen.
In der letzten Zeit kommt diese Durchsage erst im Bahnhof, wenn man den Bahnsteig schon sieht. So weiß man ganz genau, dass man sich nicht irrt und es besteht keine Gefahr, dass man auf der falschen Seite aussteigt. Weiterhin wird die Gefahr minimiert Fehler zu machen, außer der Schaffner, der aus dem Zug schaut um die richtige Durchsage zu machen, hat eine Rechts-/Links-Schwäche.
Ich fahre nun erst mal weiter mit der Bahn, aber ein Umzug in die Schweiz ist sicher die bessere Lösung.





Es hatte wohl trotz gegenteiliger Aussage nur mit dem Relaunch des Buchungssystem zu tun. Ich kann jetzt wieder einzelne Fahrten aus der Schweiz heraus buchen.
[...] Berger würde gerne etwas Komödiantisches machen Emotionen: 11* In Blogs gefunden: Schön ist es mit der deutschen Bahn JLindner ConsultingMan möchte wohl nicht mehr dass ich in die Schweiz fahre zumindest nicht mehr mit der Bahn Es [...]