Blogs für Führungskräfte

Häufig denkt man bei der Einführung von sozialen Medien in Unternehmen nur an die Mitarbeiter, vergisst aber gelegentlich die Führungskräfte. Dabei ist es wichtig, dass diese mit gutem Beispiel voran gehen. Für Führungskräfte ist es eine gute Möglichkeit mit einem Blog zu beginnen. Das ist nicht so weit entfernt von einem Artikel im Intranet, bedeutet aber schon eine Auseinandersetzung mit den Mitarbeitern. Dabei gibt es aber einiges zu beachten.

Schreibstil

Man kann sich natürlich blamieren, wenn man des Deutschen nicht so richtig mächtig ist. Damit ist aber bei Führungskräften nicht zu rechnen, denn schließlich haben diese ein Studium hinter sich und sie müssen den ganzen Tag schriftlich kommunizieren. Dennoch kann man sich für die ersten Blogs in einem Unternehmen Führungskräfte auswählen, die einen entsprechenden Stil schreiben.

Im Grunde ist es aber am besten, wenn die Autoren einfach Ihren persönlichen Stil beibehalten. Das wirkt authentisch und ist einfacher umzusetzen. Ein paar Tipps hier und da können aber durchaus hilfreich sein. Ich hatte z.B. einmal einen Autor, der die Blogartikel immer in einem Absatz geschrieben hat. Ein kurzer Hinweis die Artikel über Absätze zu gliedern hat dann genügt, um die Lesbarkeit der Beiträge deutlich zu verbessern.

Usability

Das Erstellen eines Beitrages muss so einfach wie möglich gehen, denn schließlich haben die Autoren wenig Zeit und Muße sich mit der Technik auseinander zu setzen. Eine kurze Einführung sollte reichen, damit man loslegen kann. Trotzdem sollte ein Ansprechpartner zur Verfügung stehen, wenn Fragen auftauchen.

Nur lange Beiträge?

Viele Blogbeiträge sind relativ lang. Häufig haben die Autoren auch viel zu sagen. Das muss aber meiner Meinung nach nicht zwingend so sein. Ein paar Sätze mit den richtigen Inhalten sind manchmal mehr Wert. Es nimmt den Führungskräften auch ein wenig die Angst zu viel Aufwand betreiben zu müssen oder nicht genug Inhalte zu haben.

Müssen Bilder sein

Bilder lockern einen Beitrag natürlich auf, lassen sich aber häufig nicht immer realisieren. Das sollte man einfach den Autoren überlassen. Man muss aber darauf hinweisen, dass auch ein Intranet kein rechtsfreier Raum ist. Bilder einfach im Internet zu kopieren und in den eigenen Artikel zu übernehmen ist häufig nicht zulässig. Man kann den Autoren aber über eine Bilddatenbank geeignetes Material zur Verfügung stellen.

Mobiler Zugriff

Führungskräfte haben häufig wenig Zeit, wenn sie im Büro sind. Sie sind in der Regel aber viel unterwegs. Beim Warten auf den Zug oder das Flugzeug sieht das aber anders aus. Es bietet sich also an den Zugriff über ein Smartphone oder Tablet zu realisieren, um diese Zeit auszunutzen.

Kommentare

Startet man mit einem Blog, freut man sich schon über die Kommentare zu den Beiträgen, die einen Austausch mit den Mitarbeitern ermöglichen. Leider sind diese zu Beginn häufig nicht so aktiv. Das sollte man von vorneherein mit dem Autor besprechen.

Allerdings kann man auch etwas daran tun, die Mitarbeiter zu animieren. Bitten sie einfach Mitarbeiter und Führungskräfte zu kommentieren. Die andern Kollegen sehen das und sind dann eher bereit auch selber zu posten. Natürlich sollten die Kommentare nicht nur aus der Kommunikationsabteilung kommen.

Wichtig ist, dass die Autoren benachrichtigt werden, wenn ein neuer Kommentar gepostet wurde, damit sie entsprechend reagieren können. Kommentare, die gegen die Policy verstoßen, sollten gleich gelöscht werden.

Bild: iStockphoto

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Joachim Lindner

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