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Soft Skills for Change Management
Enterprise 2.0 Projekte bringen immer auch einen Wandel mit. Mitarbeiter publizieren Inhalte, die das vorher nie gemacht. Und wem wurde schon beim Arbeiten über die Schulter gesehen, wie das bei einer öffentlichen Dokumentation eines Projektes der Fall ist.
Von diesen kleinen Dingen, die allerdings vielen gar nicht so leicht fallen, bis zu Veränderungen der ganzen Unternehmenskultur, findet einfach ein Wandel statt, der begleitet werden muss. Es ist dehalb schon zu raten ein Enterprise 2.0 Projekt, wie ein Change Projekt zu betrachten.
Vor kurzem bin ich bei einer Recherche über einen Artikel über Change-Managment von Peter de Jager gestoßen. Sein Artikel spricht doch sehr aus der Seele. Ich denke auch, dass die sozialen Aspekte wesentlich zum Erfolg aller Projekte beitragen, die zu einem Wandel im Unterenhmen führen. Dabei sollte man vor allem die weichen Faktoren im Blick haben. Dazu gehört es die Ängste der Mitarbeiter ernst zu nehmen und mehr mit Motivation, als mit Befehlen zu arbeiten. Um hier nur zwei Beispiele zu nennen.
Es ist also wichtig die Mitarbeiter mitzunehmen, wenn man nicht gehörigen Gegenwind verspüren möchte oder vielleicht sogar ganz zu scheitern.
Was gehört also zu einer richtigen Strategie für die Einführung von Enterprise 2.0? Ich denke die folgenden Dinge sollte man tun:
- Gleich zu Beginn offen kommunizieren
- Selbst als gutes Beispiel voran gehen und die Tools selber nutzen
- Mitarbeiter involvieren, so gut es geht
- „Willige Evangelisten“ aufspühren und mit ins Boot nehmen
- Einsprüche und Kommentare ernst nehmen
- Nutzen für Mitarbeiter/Business in den Vordergrund stellen
Ich glaube, dass der wichtigste Punkt ist, die Mitarbeiter ernst zu nehmen und auf Augenhöhe zu kommunizieren. Denn nur so nehm ich die Sorgen und Nöte überhaupt wahr und kann darauf reagieren.
Leider sind die weichen Faktoren oft nicht im Fokus von Management. Die Mitarbeiter müssen einfach funktionieren. Ich denke aber nicht, dass dies ein zukunftsweisender Weg ist.
Strenge Hierarchie gefährdet Unternehmen
Bei den vielen Nachrichten um die furchtbare Atomkatastrophe ist auch oft von der japanischen Kultur die Rede. Vielfach scheint es so zu sein, dass die aufrichtige Äußerung der eigenen Meinung als problematisch/unmöglich gesehen wird. Ein kritischer Kommentar gegenüber einem Vorgesetzten oder anderen übergeordneten Personen geht wohl gar nicht. Die streng hierarchische Kultur lässt das nicht zu.
Wen man sich mit Enterprise 2.0 und der damit verbundenen Kultur beschäftigt, fragt man sich, ob das in Japan überhaupt funktionieren kann. Diese Aussage aus einem Artikel der Zeit bestätigt für mich diese Annahme: „»Solche Fragen stellt man seinen Vorgesetzten in Japan nicht«, sagt Hollingsworth. Das bestätigen auch IAEA-Experten: »Die viel gerühmte Sicherheitskultur der Japaner hat eine Grenze, und das ist die Hierarchie.«“
Noch schlimmer! Es zeigt, dass streng hierarchisches Vorgehen ein Unternehmen zerstören oder zu noch viel schrecklicheren Ergebnissen führen kann. Das Handeln vor der Katastrophe erinnert hierbei auch sehr an das Handeln von BP im Golf. Auch dort wussten die Mitarbeiter von den Problemen und hatten im Unternehmen keine Stimme.
So etwas sollte in Zukunft nicht mehr möglich sein. Zum Einen, weil viel mehr Menschen außerhalb der Unternehmen über Social Media eine Stimme haben. Zum Anderen, weil die Nutzung derselben Mechanismen innerhalb der Unternehmen dazu führen, dass die Mitarbeiter mitreden können. Es fragt sich natürlich wie lange das in Japan dauert.
Es hat sich schon vielfach gezeigt, dass Unternehmen, die Enterprise 2.0 nutzen erfolgreicher werden. Daraus kann man meiner Meinung nach schließen, dass Unternehmen die sich nicht den Mitarbeitern öffnen und das gemeinsame Arbeiten fördern im Nachteil sein werden. Kann man nun daraus schließen, dass ein Land, wie Japan, zukünftig im Wettbewerb der Volkswirtschaften schlechter abschneiden wir? Einfach weil die Kultur es nicht zulässt? Ich könnte mir das gut vorstellen.
Schrecklich ist es nur, dass diese Kultur unter Umständen an der Katastrophe schuld ist. Ich wünsche jedenfalls allen Menschen in Japan, dass die Auswirkung doch noch irgendwie begrenzt bleiben. Es macht mich auf jeden Fall sehr traurig.
Heute wird geOpert
Weihnachten haben wir, wie jedes Jahr, gemütlich mit der Familie zusammen gesessen und über dies und das geplaudert. Dabei sind wir auch auf meine Oma gekommen. Meine Oma war schon vor dem 2. Weltkrieg selbstständige Unternehmerin.
Sie hatte eine Konfektionsschneiderei mit über 30 Näherinnen. Zu dieser Zeit war das sicherlich für eine Frau nicht eben selbstverständlich.
Nun gab es damals schon Zeiten in denen viel zu tun war, damit alles rechtzeitig fertig wurde. Meine Oma hatte auch hier ein kreatives ein Mittel, um Ihre Mitarbeiter zu motivieren, dass sicherlich auch nicht selbstverständlich war.
Gestartet wurde die „Motivationsmaßnahme“ mit „heute wird geOpert“. Diese Ansage bedeutete, dass alles was eigentlich gesagt wurde, jetzt gesungen werden musste. Ich denke das Singen der Kommunikation brachte viel gute Laune mit, was sicherlich bedeutete, dass die Effektivität gestiegen ist, bzw. die zusätzliche Arbeit eher akzeptiert wurde.
Meine Oma hat so ein einfaches Mittel gewählt um die viele Arbeit lustiger und damit schöner zu machen. Eine Arbeit die Spaß macht geht dann natürlich leichter von der Hand.
So eine Aussage in der heutigen Zeit geäußert, würde sicherlich auf einiges Unverständnis stoßen. Vielleicht sollte man es aber trotzdem einmal versuchen, auch wenn man in Deutschland eher nicht während der Arbeit singt. In anderen Ländern sieht es da schon anders aus. Während meiner mehrmonatigen Tätigkeit in einer italienischen Chemieanlage, war es täglich Normalität, dass jemand während der Arbeit gesungen hatte.
Eines jedenfalls kann man von meiner Oma lernen. In schwierigen Zeiten sollte man sich etwas einfallen lassen, dass die Mitarbeiter motiviert. Man kann das in kleineren Teams natürlich direkt machen, in großen Unternehmen muss man wohl eher die zur Verfügung stehenden Kommunikationskanäle nutzen.
Private Nutzung des PC im Unternehmen ist gut
Die private Nutzung eines PC ist vielen Arbeitgebern ein Dorn im Auge. Dabei ist es nicht nachteilig Mitarbeitern dies zu gestatten. Es gibt einige Gründe hier etwas kulanter zu sein.
- Man muss ab und zu einmal aus seiner Tätigkeit „auftauchen“ damit der Kopf wieder frei wird. Zwischendurch mal kurz private E-Mails zu checken macht den Kopf wieder frei, um danach wieder effektiver weiter zu machen.
- Kleine Zugeständnisse an die Mitarbeiter fördern die Motivation. Die Leistung für ein Unternehmen wird dadurch meistens besser.
- Hilfst Du mir, helf ich Dir. Beim nächsten mal, wenn man fragt, wer mal länger bleiben kann oder mal abends einen Artikel schreibt, findet man vielleicht eher einen Freiwilligen.
- Private und geschäftliche Nutzung sind schon heute oft nicht mehr zu trennen. Auf dem privaten Austausch über Facebook während der Arbeitszeit, folgt am Wochenende die Diskussion mit dem Kunden in Xing.
- Durch die private Nutzung bildet sich Medienkompetenz. Die Erfahrung die man mit dem privaten Twitter-Account sammelt, kann dann sehr gut für das Unternehmen eingesetzt werden.
Man sollte also die private Nutzung während der Arbeitszeit ruhig dulden, denn in der Regel profitiert man davon. Man braucht auch keine Angst vor exzessiver Nutzung zu haben. Zum einen sollte der direkte Vorgesetzte das merken und rechtzeitig eingreifen. Zum anderen ist dies selbst bei der Freigabe nicht zulässig, wie das Urteil des Landesarbeitsgerichts Niedersachsen jetzt entschieden hat. Mehr Informationen dazu im Artikel des Kölner Stadtanzeigers:
Kündigung wegen privater PC-Nutzung
Selbst wenn man den ein oder anderen Fall zu häufiger Nutzung hat, sollte man lieber an diesen arbeiten, als allen Mitarbeitern, und damit auch dem Unternehmen, einen Nachteil verschaffen.
ECM Summit 2010 – der erste Tag
Multi-Channel Marketing war das Thema des ersten Tages. Zusätzlich zur eigenen Webseite spielen dabei soziale Medien eine immer größere Rolle. Spannende Aktivitäten bieten auch interaktive Plakatwände und Schaufenster. Kunden können so mit Marken gleich vor Ort interagieren. Bisher werden jedoch Medien, wie TV, Radio und Print immer noch bedient.
Kampagnen über alle Medien erreicht so eine Komplexität, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Projektleiter müssen in der Lage sein auf diesem „Klavier“ spielen zu können. Eine Anforderung, die Generalisten erfordert, die über jedes Medium zumindest soweit Bescheid wissen, um mit den Experten ein ganzheitliches Konzept zu erstellen. Sicherlich ein Profil, welches noch nicht so oft zu finden ist.
Eine weitere Anforderung ist es über alle Medien konsistent zu kommunizieren. Das heißt, alle Projektmitglieder sind informiert und agieren so im Sinne der gesamten Kampagne. Social Media Tools sind dabei eine Möglichkeit die Zusammenarbeit der beteiligten Disziplinen optimal zu vernetzen.
Veranstaltungen zum Thema Content Management muss natürlich auch die Frage stellen, welche Rolle CMS Systeme bei einer Multi-Channel-Kampagne spielen. Inhalte für eine Webseite müssen jedoch anders erzeugt werden als z. B. für Print oder für Soziale Medien. Auf der Website wird vielleicht eher Konservativ und in der Sie-Form geschrieben und auf Facebook locker und mit du kommuniziert.
Diskutiert wurden 2 Ansätze. Die eine Möglichkeit ist es die Webseite nach wie vor im Content Management System zu bearbeiten und die anderen Kanäle gleich in den relevanten Applikation zu bearbeiten. Ein anderer Ansatz ist es alle Varianten im CMS abzulegen und von dort an die unterschiedlichen Median auszuliefern. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass es viel einfacher ist über verschiedene Medien konsistent zu kommunizieren.
Gleich welche Tools und Varianten man für Multi-Channel-Kampagnen nutzt, es wird komplizierter. Neue Möglichkeiten und die Vernetzung der Kanäle bieten aber auch viel Raum für Kreativität.



