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Buchtipp: A Sense of Urgency
Ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf das Buch „A Sense of Urgency“ von John. P. Kotter aufmerksam geworden bin. Das spielt aber auch keine Rolle, denn es hat sich auf jeden Fall gelohnt es zu lesen.
Im Wesentlichen geht es darum Projekte und Unternehmen dadurch weiter zu bringen, indem man bei den Beteiligten einen Sinn für die Dringlichkeit erzeugt, wie der Titel des Buches aber auch schon sagt.
Was mit dabei besonders gefallen ist, dass Kotter seine Thesen an vielen Praktischen Beispielen aufzeigt. Dabei werden nicht nur die erfolgreichen Methoden beschrieben, sondern auch die Fehler, die dazu führen, dass es eben nicht so gut läuft, wie man es gerne hätte.
Ein Beispiel ist der häufig im Buch wiederkehrende Effekt, dass Mitarbeiter ein falsches Gefühl für die Dringlichkeit entwickeln. Sie verfallen dann schnell in blinden Aktionismus, was am Ende zu keiner Verbesserung führt.
Besonders gefallen hat mir seine Beschreibung der NoNo’s. Das sind Mitarbeiter, die grundsätzlich gegen Veränderungen sind und vielfach die Entwicklung eines Unternehmens deutlich verhindern können oder, wie in einem Beispiel beschrieben, auch an den Rande des Abgrunds bringen.
Es funktioniert, nach seinen Ausführungen, nicht diese einzubinden oder zu ignorieren. Am besten hat mir sein Lösungsvorschlag gefallen, die NoNo’s weit weg zu versetzen. Spaß beiseite. Ich habe selbst solche Menschen kennengelernt. Es ist auf jeden Fall wichtig diese als NoNo’s zu identifizieren und den richtigen Weg zu wählen, um mit Ihnen umzugehen.
Warum sollte man nun dieses Buch lesen? Ich denke es ist immer wichtig die richtigen Prioritäten zu setzen und diese dann auch aktiv zu verfolgen. Mit fast jeden Projekt oder der Einführung neuer Tools ist ein Veränderungsprozess verbunden. Diesen meistert man nur, wenn man die beteiligten Personen dazu bringt mitzumachen und das in der richtigen Weise. Das gilt für kleine Projekte, wie auch für ganze Unternehmen. Erfreulicherweise gibt es das Buch auch als E-Book, was längst noch nicht für alle Fachbücher gilt. Ich vergebe für das Buch das Prädikat „sehr lesenswert“. Auch wenn es schon vor 4 Jahren erschienen ist.
Buchtipp: The Social Organization…
Der komplette Buchtitel lautet “The Social Organization: How to Use Social Media to Tap the Collective Genius of Your Customers and Employees”und ist so ausführlich, dass man schon fast nichts mehr hinzufügen muss. Die beiden Autoren Anthony J. Bradley und Mark P. McDonald lassen uns an den Erfahrungen teilhaben, die sie oder ihre Kollegen, bei der Einführung von Social Media Anwendungen in Unternehmen gesammelt haben.
Sie beschreiben sehr gut die Erfolgsfaktoren, die dazu führen, dass Mitarbeiter diese auch annehmen. Im Grunde geht es darum den Mitarbeitern den Sinn dieser Tools zu vermitteln und den unmittelbaren Nutzen aufzuzeigen. Viele Praxisbeispiele unterstreichen diesen Ansatz. So ist es keine neue Erkenntnis, aber doch hilfreich sich einmal wieder damit auseinander zu setzen.
Erfreulich ist es auch, dass es das Buch auch als E-Book gibt. Oft unterwegs habe ich mir angewöhnt nur noch Bücher in diesem Format zu lesen. Leider verweigern sich immer noch viele Verlage von Fachbüchern elektronischer Medien. Allerdings gibt es aber wohl keine Übersetzung dazu. Bei diesem Buch stimmt sonst aber einfach alles.
Buchempfehlung: Allein unter Türken
Bisher habe ich hier nur Bücher kommentiert, die sich mit Kommunikation oder Psychologie beschäftigen. Mit dem Buch „Allein unter Türken“ möchte ich nun ein Buch empfehlen, welches sich mit einer ganz anderen Thematik beschäftigt. Der Untertitel „ Mittendrin statt von oben herab“ beschreibt im Grunde das Buch schon sehr gut.
Werner Felten hat als Programmchef des ersten türkischen Radiosenders in Deutschland gearbeitet. Bei dieser Tätigkeit hat er einen sehr tiefen Einblick über unsere Mitmenschen türkischer Abstammung und dem Umgang mit Ihnen erhalten.
In seinem Buch lässt er uns auf eine sehr humorvolle Art an seinen Erfahrungen teilhaben. Ich habe dieses Buch einfach gerne gelesen, weil es auf amüsante Weise einiges richtig stellt, was in den vergangenen Monate durch „gut gemeinte“ Polemik auf den Tisch gebracht worden ist.
Leider gefällt es den Medien viel mehr kritische Einzelfälle der Quote wegen aufzublasen und damit ein falsches Bild zu erzeugen, anstatt mal wirklich hinzusehen. Leider trifft das wohl nicht nur für die deutschen Medien zu, was allerdings keine wirkliche Überraschung ist. Es wird damit eine Stimmung erzeugt, die weder der Realität entspricht, noch zielführend ist.
Ich wünsche mir jedenfalls, dass möglichst viele Menschen dieses Buch lesen und sich so einen kleinen Einblick verschaffen. Auch ich habe über etliche Dinge nicht nachgedacht, bevor ich dieses Buch gelesen habe. Es ist vielleicht noch ein schönes Weihnachtsgeschenk für die letzte Minute. Mir hat es, neben der Ernsthaftigkeit des Themas, einfach Spaß gemacht das Buch zu lesen.
Buchempfehlung: Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?
Eine faszinierende Reise in die Welt der Philosophie – Richard David Prechts Buch bietet Antworten auf die großen Fragen des Lebens.
Er führt kompetent und spielerisch an die philosophischen Fragen des Lebens heran. Gleichzeitig lernt man viel über Hirnforschung, Philosophie und Psychologie. Das Buch ist, auch wenn es wissenschaftlich fundierte Informationen liefert, verständlich und unterhaltsam geschrieben.
Es lohnt sich aber generell den Ausführungen von Richard David Precht zu folgen, wenn man sich mit Kommunikation beschäftigt. Kommunikation richtet sich schließlich immer an Menschen und deren Bedürfnisse. Werbetreibende sollte die Prozesse, die bei Ihrer Zielgruppe zu Entscheidungen führen, kennen. Maßnahmen oder Kampagnen, die das berücksichtigen sind in der Regel erfolgreicher.
Es also vorteilhaft zu wissen, wie Menschen funktionieren; Und dabei hilft dieses Buch. Nebenbei lernt man auch noch, wie man ein glücklicher Mensch wird.
Wer bin ich – und wenn ja wie viele?: Eine philosophische Reise





