Category Archives: Enterprise 2.0

Das Negative zuerst

Am Wochenende haben wir mit guten Freunden einen schönen Nachmittag verbracht. Wir waren im Senfmuseum von Köln und haben dort eine kurze aber sehr interessante Führung gemacht. Nachdem wir uns noch mit leckerem Senf eingedeckt haben, sind wir noch ins Kaffee des Schokoladenmuseums auf der anderen Straßenseite. Übrigens ein schöner Platz direkt am Rhein mit offenem W-LAN. Anschließend haben wir bei uns zu Hause noch einen gemütlichen Abend verbracht.

Neben anderen Gesprächen, über Themen über die man sich mit Freunden unterhält, haben wir auch über Navis, Smartphones und das Internet gesprochen. Unsere Freunde sind nicht sehr vertraut mit der Technik und haben immer viele Fragen. Erstaunlicherweise (oder aber auch nicht) wussten Sie sehr viel Negatives zu berichten. Sie kannten die meisten Bedenken und Risiken sehr gut.

Eine Erfahrung, die man sehr häufig macht. In Unterhaltungen und in den Medien werden diese immer sehr breit diskutiert. Liegt das nun in der Natur der Menschen im Allgemeinen oder ist das schon eher eine Eigenheit der Deutschen oder Europäer?  Liegt es uns einfach mehr zu kritisieren oder warum wird sehr wenig über die Vorteile und Möglichkeiten gesprochen.

Diese Haltung verhindert natürlich die unvoreingenommene Nutzung neuer Technologien. Was ja eigentlich schade ist. Sie bringt auch Probleme bei der Einführung von Enterprise 2.0 Projekten und dem Aufbau von Communities.

Ich denke ein wesentlicher Punkt ist die Kommunikation in den Medien. Ich habe bisher wenig gelesen, was die Vorteile in den Vordergrund stellt. Ich vermute, dass die Angst der Medien vor der eignen Zukunft nicht ganz unbeteiligt daran ist. Es ist natürlich leichter Neues zu kritisieren, als sich ernsthaft mit den Herausforderungen auseinanderzusetzen.

Die entscheidende Frage ist dabei natürlich, was kann man dagegen tun? Wie es aussieht geht da ohne Medien nichts. Diese müssten zu einer offenen Berichterstattung kommen. Das heißt nichts Negatives zu verschweigen, aber die Chancen und Möglichkeiten in gleicher Weise zu berücksichtigen.

Ich denke manchmal, man sollte eine konzertierte Aktion starten und gemeinsam agieren und so die Menschen zu einer eher positiven Herangehensweise zu bringen. Ein Vorgehen, welches wir in Zukunft dringen benötigen, um Wettbewerbsfähig zu bleiben.

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Führung? Ja bitte!

Gegenwind für Enterprise 2.0 Projekte entsteht häufig durch die Angst vor Kontrollverlust. Ist es aber wirklich so, dass es auf einen Kontrollverlust hinausführt, wenn man die Mitarbeiter stärker an unternehmerischen Diskussionen beteiligt. Der Beitrag „Wir wollen regiert werden“ des Blogs enterprise2punkt0.at hat mich dazu gebracht wieder einmal darüber nachzudenken.

Sicherlich ist es so, dass viele Themen durch den Einsatz von Enterprise 2.0 demokratischer werden. So kommunizieren Mitarbeiter, am Vorgesetzten vorbei, mit Kollegen aus anderen Abteilungen und äußern sich öffentlich zu Themen, die der Unternehmensführung zuzuordnen sind.

Das haben Sie in gewissem Umfang aber auch schon immer getan. Der Vorgesetzte hat davon jedoch häufig nichts mitbekommen. Mit Enterprise 2.0 geschieht dies jedoch offen. Der Vorgesetzte muss nur Teil der Community sein. Er bekommt so alles mit und kann sich jederzeit dazu äußern. Das sieht für mich eigentlich eher nicht nach Kontrollverlust aus.

Wie Michael Holakovsky in seinem Beitrag schreibt möchten die Mitarbeiter regiert werden. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Zumindest trifft das auf die Meisten zu. Sie möchten das Ziel kennen und fühlen sich meistens wohler, wenn die Rahmenbedingungen festgelegt sind. Viele verlangen auch nach mehr Führung. Das ist je nach Typ unterschiedlich.

Dies trifft nicht nur für das ganze Unternehmen zu, sondern sollte sich auch in jeder Abteilung wiederspiegeln.

Die wirklich wichtigen Entscheidungen sollten also nach wie vor von Unternehmensleitung und Führungskräften getroffen werden. In Zeiten von Enterprise 2.0 sollte das allerdings unter Einbeziehung der Mitarbeiter erfolgen. Man sollte also gut zuhören und die Äußerungen auch ernst nehmen. Diese sollten aufgenommen werden, wenn es Sinnvoll ist. Zumindest eine Antwort wird da sicherlich erwartet. Mitarbeiter danken Kommunikation auf Augenhöhe.

Innerhalb eines Korridors sollte man die Mitarbeiter aber dann auch selbstständig arbeiten lassen. Die Mitarbeiter fühlen sich dann wohler und danken es mit Motivation. Die Vorteile von Enterprise 2.0 kommen auch nur dann voll zum Tragen. Es überfordert dazu auch jeden Manager, sich um zu viele Details zu kümmern.

PS: Mit „der Vorgesetzte“ sind natürlich auch weibliche Führungskräfte gemeint

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Intranet Summit 2010 – Tag 2

Branding war das Thema der Keynote des zweiten Tages. Bei externer Kommunikation immer ein Thema, aber intern wird es oft vernachlässigt. Es ist aber wichtig auch im Intranet die Marke und die damit verbundenen Werte stärker in den Vordergrund zu stellen. Schließlich sind die Mitarbeiter die Botschafter der Marke. Das Intranet ist der beste Platz diese Botschafter zu entwickeln.

Das Beispiel der Wiener Stadthalle zeigt, dass man auch mit 250 Mitarbeitern sinnvoll ein Intranet betreiben kann. Das Intranet startet dort gleich, wenn man den PC startet und die Zeiterfassung erfolgt auch gleich darüber. Leichter bekommt man die Mitarbeiter nicht ins Intranet.

Hubert Burda steht voll hinter seinem Intranet und möchte auch, dass seine Mitarbeiter  mitmachen. So sollte es eigentlich immer sein. Nur so bekommt das Intranet seinen richtigen Stellenwert.

Immer mehr Intranets werden zum zentralen Portal, das als Einstieg in viele Unternehmensprozessen dient. Vor einigen Jahren waren sich fast alle Intranets ähnlich. Das hat sich heute deutlich geändert. Die Intranets unterscheiden sich nun, was aber auch richtig ist. Die Unternehmen haben unterschiedliche Bedürfnisse und somit unterschiedliche Ansprüche an Ihr Intranet.

Das Thema Intranet bleibt also spannend.

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Enterprise 2.0 – In welchen Unternehmen geht’s?

Diese Woche hatte ich einige Diskussionen, über die Kultur von Unternehmen in Bezug auf die Anwendung von Enterprise2.0. Diskusstiert wird zurzeit an vielen Stellen, ob zuerst die Kultur bereit sein muss oder ob E20 die Kultur ändert.

Das angestrebte Ziel wäre dabei eine demokratische und offene Kultur. Gibt es das eigentlich ohne E20? Eigentlich nicht Mein. Außer vielleicht bei kleinen Unternehmen. Man benötigt doch die entsprechenden Tools, damit die Mitarbeiter eine Möglichkeit erhalten Ihre Meinung zu äußern, sich auszutauschen oder gemeinsam an Inhalten zu arbeiten. Das wäre mit herkömmlichen Mitteln auf jeden Fall sehr schwierig.

Gibt es die andere Variante. Eine streng hierarchische Organisation, die wenig kommuniziert und nicht an der Meinung der Mitarbeiter interessiert ist und durch E20 gewandelt wurde. Sicherlich nur als Ausnahme.

Die Wahrheit liegt wohl irgendwie in der Mitte. Unternehmen müssen wohl einen gewissen Reifegrad haben um Enterprise 2.0 erfolgreich einführen zu können. Das Management muss erkannt haben, dass motivierte Mitarbeiter eine wichtige Ressource für das Unternehmen ist. Eine gewisse Offenheit in der Kommunikation, auch bei heiklen Themen, sollte vorhanden sein. Die Kommunikationsabteilungen müssen auch bereit sein Ihre Kommunikations-Hoheit zumindest teilweise aufzugeben.

Braucht man die Geschäftsführung. Es ist auf jeden Fall hilfreich. Die Geschäftsführung sollte zustimmen, dass Mitarbeiter Ihre Meinung frei und offen äußern zu können. Man sollte bei einer solchen Frage auch ein paar Worst Case Szenarien aufstellen. Es nützt einem nämlich recht wenig, wenn in guten Zeiten alles bestens klappt und bei den ersten Wolken am Horizont gleich alles in Schutt und Asche gelegt wird.

Es gibt allerdings auch Beispiele, bei denen E20 im Untergrund gewachsen sind und dann die ganze Firma infiziert haben. Ich habe auf der Cebit sogar von einem Wiki bei der Bundeswehr erfahren, dass so erfolgreich war. Sicherlich kein demokratisch organisiertes Unternehmen.

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