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Werbeausgaben passen nicht zur Nutzung
Als ich heute Morgen den Artikel über die Nutzung von Medien und die Schaltung von Anzeigen gelesen habe, waren eigentlich keine Überraschungen dabei. Die Nutzung von Printmedien lässt immer weiter nach, was sich aber nicht in der Verteilung der Werbeausgaben wiederspiegelt. Laut der Studie liegen die Printmedien bei der Nutzung ganz hinten, verfügen aber immer noch über unverhältnismäßig hohe Anteile bei der Schaltung von Werbung.
Zahlen über die Nutzung der Medien stehen ja eigentlich jedem zur Verfügung. Was sind die Gründe für das konservative Verhalten der Budgetverantwortlichen.
Gewohnheit
Was man schon immer so gemacht hat und damit erfolgreich war, muss ja auch in der Zukunft funktionieren. Das ist ein menschliches Verhalten, welches gerade zu einer dynamischen Zeit mit extremen Veränderungen nicht gut funktioniert. Meist merkt man auch (zu) spät, wenn Dinge nicht mehr funktionieren. Das hat schon ganze Unternehmen an den Rand eines Abgrunds gebracht oder sogar darüber hinaus.
Vertrieb
Printmedien haben immer noch einen starken Vertrieb. Mit einem aktiven Vertrieb kann ich immer noch mehr Kunden gewinnen, als durch eine reine Online-Präsenz. Durch persönliche Beziehungen verkauft man natürlich immer noch mehr.
Messbarkeit
Die Messbarkeit von Printanzeigen ist nicht so einfach möglich. Es ist auf jeden Fall sehr aufwendig festzustellen, wie gut eine Anzeigenserie funktioniert. Ich möchte damit nicht festellen, dass Unternehmen Ihre Werbekampagnen nicht messen, denke aber doch, dass ein langsames nachlassen der Wirksamkeit nicht so direkt festgestellt wird.
Besser für Offliner
Vielfach sind Vorstände und Führungskräfte nicht so vertraut mit den Online-Medien. Sie lesen dann auch eher Spiegel, Fokus oder andere Magazine in ihrer gedruckten Form. Bei solchen Chefs kann man dann mit einer Printwerbung immer noch besser punkten. Das sieht auf jeden Fall schon mal gut aus und eine direkte Messbarkeit ist ja nicht gegeben.
Zielgruppen
Man muss da sein, wo die Zielgruppe ist und dabei spielt es keine Rolle für welches Produkt man Werbung betreibt. Die Studie zeigt ganz deutlich, dass dies nicht alle Werbetreibenden tun. Es gibt also Handlungsbedarf.
Es ist auf jeden Fall richtiger zunächst die Ziele und die Zielgruppen für eine Kampagne festzulegen. Dabei sollte man sich eben nicht von den bisherigen Aktivitäten lenken lassen, sondern immer wieder prüfen, ob sich etwas geändert hat.
Was mich immer noch wundert ist, dass das Radio bei den Werbeausgaben eher schlecht abschneidet. Fast jeder hört im Auto und häufig auch während der Arbeit Radio. So ist es auf jeden Fall ein Medium, welches man in Betracht ziehen sollte.
Das böse Internet
Bei einigen Gesprächen in meinem privaten Umfeld wurde wieder mal heftig auf das Internet geschimpft. Besonders schade finde ich es dann, wenn Menschen aus dieser Angst heraus ganz auf die Nutzung bestimmter Angebot, wie z.B. Facebook, verzichten. Leider werden die Potentiale, die das Internet und die sozialen Netzwerke bieten, durch die negative Berichterstattung ganz in den Hintergrund gedrängt.
Es ist natürlich so, dass der Umgang mit dem Datenschutz bei Facebook nicht so ist, wie er sein sollte, aber das heißt ja nicht, dass man nicht dabei sein kann. Es gibt natürlich auch andere problematische Dinge, aber man lässt ja auch sein Auto nicht stehen weil viele Menschen beim Autofahren verunglücken.
Beim Auto hat man natürlich einen direkt erlebbaren Nutzen, der die Nutzen/Risiko-Analyse zugunsten des Autos ausfallen lässt. Bei vielen Angeboten, die das Internet bietet scheint es immer noch für viele nicht so direkt ersichtlich zu sein, welchen Nutzen sie dadurch haben.
Aus eigener Erfahrung kann ich auch bestätigen, dass es manchmal ein bisschen dauert, bis man merkt welchen Nutzen man davon hat. Wenn man nicht so einen explorativen Charakter hat, kommt man aber vielleicht häufig gar nicht dahin wo der Nutzen sich deutlich bemerkbar macht.
Die Medien haben Ihren Anteil daran
Dazu trägt natürlich auch die Berichterstattung der Medien bei. Aus Angst vor dem „bösen Feind“ Internet haut man immer fleißig drauf. Nur dass dieses Verhalten wenig Potential für die Zukunft darstellt, sehen viele Verantwortliche da nicht.
Das Internet bedroht natürlich viele Unternehmen, aber es ist nicht mehr wegzudenken, Es wird sich auch nicht in Luft auflösen. Menschen, die in der Vergangenheit einen Webstuhl zu Hause hatten, fanden es sicherlich auch nicht besonders toll, als auf einmal industrielle Webereien aufgetaucht sind. Letztendlich haben sie auch in irgendeiner Form ihre Einkommensquellen verändern müssen. Eine unschöne Tatsache, aber leider nicht zu ändern. Die Entwicklung geht weiter.
Unternehmen, die von solchen Entwicklungen bedroht sind, müssen deshalb Ihre Stärken analysieren und sehen, wie sie damit in Zukunft noch bestehen können. Also aktiv nach vorne sehen und nicht in der Ecke schmollen und auf die anderen schimpfen.
Brauchen wir eine Aktion „positives Internet
Das Internet wird immer wichtiger. Es geht eigentlich jetzt schon kaum noch etwas ohne. In Zukunft wird es aber immer weiter in unser Leben eindringen. Der richtige Umgang damit wird also ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für Unternehmen und ganze Länder.
Damit die Menschen in unserem Land das Internet als Chance ansehen, ist es wichtig, dass damit eine positive Sichtweise verbunden ist. Um die zu bekommen, benötigt man eine positive Berichterstattung und die können leider zum überwiegenden Teil nur die Medien bringen. Eine Alternative wäre es, dass Internetschaffende eine Aktion dazu ins Leben rufen. Ich denke jedenfalls, dass würde unserem Land sehr nützen. Wie sehen Sie das?
Sich den Problemen stellen
Sicherlich gibt es auch problematische Aspekte im Internet. Häufig ist das Internet aber nur der Sensor, der Probleme erst sichtbar macht. Natürlich kann man dazu aufrufen Leute zu mobben und das ist sicherlich einfacher geworden als früher. Muss man aber nicht eher dafür sorgen, dass mobben nicht mehr gesellschaftsfähig ist, anstatt dem Internet die Schuld zu gegeben.
Die Verbrechen die natürlich auch im Internet ausgeübt werden, muss man noch besser verfolgen als es heute der Fall. Die Polizei muss besser ausgebildet werden und natürlich die richtigen Ressourcen dazu zur Verfügung stellen. Was natürlich nicht heißen soll, dass man harmlose PC’s ausspionieren soll.
Medienkompetenz
Zum positiven Erlebnis trägt natürlich auch die Art und Weise bei, wie man damit umgeht. Schon in der Schule und Uni muss die Ausbildung zur Medienkompetenz ein selbstverständlicher Bestandteil werden. Ebenso müssen Unternehmen dafür sorgen, dass die Mitarbeiter den richtigen Umgang damit lernen. Schließlich werden sie immer häufiger „Unternehmenssprecher“ und können für sich und das Unternehmen einen großen Schaden anrichten.
Von vielen schon genutzt, aber doch häufig nicht so richtig, ist ein Zustand, der sicherlich verändert werden muss. zumindest im eigenen Umfeld sollte man Botschafter dafür werden.
Manch Einkauf ist frustrierend
Mein altes Motorrad braucht ein wenig Auffrischung. Neben technischen, gehören auch ein paar optische Verschönerungen dazu. Da es im November 30 Jahre alt wird, also fast ein Oldtimer ist, ist es nicht so einfach die benötigten Teile zu bekommen. Umso größer war meine Enttäuschung, als in einem Online-Shop ein benötigtes Teil gefunden hatte, aber der Warenkorp defekt gewesen ist. Es kam einfach eine Fehlermeldung und das war es zunächst mit der Bestellung.
Ich habe dann das Kontaktformular benutzt, um nach dem Teil zu Fragen. Zurück kam die lapidare Meldung, dass ich ja auch per E-Mail bestellen könnte, es kämen dann 4 Euro Versandt dazu. Keine Entschuldigung oder so etwas.
So ein Verhalten eines Shop-Betreibers kann ich nicht verstehen. Das ist ja fast so, als hätte man ein Geschäft und es gibt keine Kasse. Ich verstehe so manchen Betreiber nicht. Es werden häufig so viele Dinge vernachlässigt, die am Ende einfach Umsatz kosten. Und dann fragt man sich warum der Laden nijcht läuft. Es ist schon sträflich Dumm so zu handeln. Natürlich kosten viele Sachen Geld, aber machen sich auch schnell bezahlt.
Man braucht sich nicht zu wundern, dass Amazon so erfolgreich ist. Neben der reinen Funktionalität, der Warenkob muss natürlich funktioniern, sind es oft die ganz einfachen Dinge, die einen Prozess erfolgreicher machen. Beim Bezahlprozess besteht z.B. oft Zweifel an der Sicherheit. Da hilft es schon den „weiter“-Button in „weiter über den Sicherheitsserver“ zu ändern. Das ist dann jedem Kunden klar.
Besonders gut ist Amazon auch darin, wiederkehrende Kunden zu betreuen. Es wird immer etwas Passendes vorgeschlagen. Es wird somit eine Bestandskundenpflege betrieben.
Meiner Meinung nach lohnt es sich immer den Online-Shop kontinuierlich weiter zu entwickeln. Zunächst müssen natürlich alle Prozesse gut und einfach funktionieren. Da kann man mit Usability-Tests und dem richtigen Analysetool schon weit kommen. Danach kann man dann an die Interaktion mit dem Kunden denken. Und es gibt so viele andere Möglichkeiten den Unsatz zu steigern, wenn man einmal anfängt sich damit zu beschäftigen.
Gute Anregungen, um einen Online-Shop besser zu betreiben, erhält man auch auf dem Future Commerce Summit



