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Bilder im Intranet –Alles frei oder gar nichts?
Bilder sagen of mehr als 1000 Worte und zeigen Emotionen. Muss deshalb jeder Artikel ein Bild haben? Ganz sicher nicht. Dieser Anspruch würde dazu führen, dass auch Bilder mit schlechter Qualität benutzt werden. Bilder müssen von guter Qualität sein, eine Aussage haben oder ein Schmuckstück sein. Auch die rechtlichen Aspekte werden oft dabei nicht beachtet. Dies trifft für ein Intranet genauso zu wie im Internet.
In der Regel gilt ein Intranet als öffentlicher Raum. Beachten sie deshalb die gleichen rechtlichen Vorschriften wie im Web, auch wenn man die Seiten extern nicht sehen kann. Also auch hier gilt das Urheberrecht.
Bilder von Mitarbeitern
Was ist aber mit Bildern von Mitarbeitern? Eine Seite mit Ansprechpartner, bei denen diese auch mit Bild zu sehen sind hat natürlich mehr Charme, als eine Liste mit Telefonnummern. Dabei gibt es aber auch einiges zu beachten.
Meiner Meinung nach richtet man es am besten so ein, dass die Mitarbeiter Ihre Bilder selber einstellen. Dann ist es klar, dass diese Ihre Zustimmung gegeben haben und man braucht sich nichts unterschreiben zu lassen. Die Mitarbeiter können die Bilder dann auch gleich austauschen, wenn Sie Ihr Bild aktualisieren möchten. So sind die Bilder dann auch zentral an einer Stelle und können leicht gelöscht werden, wenn der Mitarbeiter das Unternehmen verlässt.
Es sollte den Mitarbeitern aber klar gemacht werden, dass das Einstellen der Bilder freiwillig erfolgt. Er sollte selber entscheiden, ob er ein Bild von sich im Intranet sehen möchte oder nicht.
Eventuell verstößt man aber selbst dabei gegen das Urheberrecht. Möglicherweise hat man die Rechte für eine Veröffentlichung gar nicht vom Fotografen erworben. In der Regel sollte das zwar kein Problem sein, man kann es aber nicht ganz außer Acht lassen. Weisen Sie vielleicht Ihre Mitarbeiter beim Einstellen der Bilder darauf hin.
Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass dieser Text keine rechtliche Beratung darstellt, sondern nur für die Thematik sensibilisieren sollen.
Zum Thema habe ich den folgenden interessanten Blog mit rechtlichen Informationen zum Thema gefunden:
http://www.law-blog.de/156/fotorecht-spezial-teil-1-recht-am-bild/
Blogs zum Thema Enterprise 2.0
Henning Schürig hat eine interessante Liste mit Blogs erstellt, die sich mit dem Thema Enterprise 2.0 beschäftigen.
http://www.henningschuerig.de/blog/2009/03/16/blogs-zum-thema-enterprise-20/
Intranet-Startseite personalisieren
Viele Intranet-Seiten können von den Mitarbeitern nicht an Ihre Bedürfnisse angepasst werden. Vielfach werden aber immer wieder Informationen aus denselben Themenfeldern benötigt. Diese müssen dann mühselig und zeitaufwendig gesucht werden.
Eine Startseite, die Mitarbeiter an Ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen können, schafft hier Abhilfe. Gleichzeitig spart man durch schnelleres finden von Informationen Arbeitszeit, die besser für andere Aufgaben genutzt werden kann.
Die Inhalte sollten dann möglichst als Feed angeboten werden. Diese lassen sich schnell überfliegen und führen einfach zum Artikel. Portalseiten, die sich wie iGoogle oder Netvibes selber gestalten lassen, sind bestens geeignet um Mitarbeiter zu begeistern.
Mit sanftem Druck starten
Es ist vielleicht nicht zu empfehlen eine solche neue Funktionen als Alternative anzubieten. Es werden so nur wenige Mitarbeiter die Chance zur Optimierung Ihrer täglichen Arbeit nutzen. Deshalb tauschen Sie am Besten die vorherige Startseite beim Launch automatisiert gegen die neue Version aus. Selbstverständlich darf dabei der Weg zurück nicht fehlen. Es wird immer Kollegen geben die eine konventionelle Startseite bevorzugen.
Freiheit ohne Zwang gibt es nicht
Den ganzen Platz einfach zur freien Verfügung stellen, geht leider nicht. Es muss zumindest einen festen Platz für Artikel der internen Kommunikation geben. Auch Aktionen die länger sichtbar sein müssen, brauchen einen festen Plätzchen.Der Rest sollte aber zur freien Verfügung stehen. Schließlich kann man nur so „sein Intranet“ gestalten.
Ein bunter Strauß an Angeboten
Viele interne Themen müssen angeboten werden. Diese sollten schon vor Beginn so umfangreich, wie möglich vorhanden sein. Halbfertig zeigt sich auch nur der halbe Nutzen. Es wird schwierig sein die Mitarbeiter später noch einmal zu begeistern. Sprechen Sie frühzeitig mit den wichtigsten Bereichen, damit sie deren Inhalte vorbereiten können.
Etwas von draußen reinlassen?
In der Regel sind auch Inhalte von externen Webseiten sehr hilfreich. Ich sehe aber noch weitere Gründe diese zuzulassen. Mitarbeiter gehen dann z.B. auch öfter auf die Seite und sehen so auch die anderen Informationen.
Ein weiteres Beispiel: Immer wieder im Stau zu stehen führt oft zu großen Frust. Dieser schlägt sich vielleicht auf die Arbeitsleistung nieder oder führt zum Jobwechsel. Ein Angebot mit Staumeldungen ermöglicht es zu Zeiten flüssigen Verkehrs zu fahren.
Die Frage ist hier natürlich, wie viel Freiheit man zulassen möchte. Meiner Meinung nach ist hier Offenheit der richtige Weg. Seien Sie also nicht zu streng. Niemand kann für alle Mitarbeiter festlegen, welche Angebote die richtigen sind. Das wissen die Mitarbeiter selber doch am besten. Ein Mitarbeiter der dauernd nur im Web surft wird auch so seiner Führungskraft auffallen.
Vorteile einer personalisierten Intranet Homepage:
- durch angepasste Inhalte bessere Akzeptanz
- Mehr Nutzer
- Feeds beschleunigen und vereinfachen Aufnahme von Informationen
- mit der richtigen Technik können neue Inhalte leicht eingebunden werden
- Mischung externer und interner Inhalte führt zu erhöhter Nutzung
Zusammenfassung Enterprise 2.0 Forum in Köln
Zwei Tage im Zeichen von Enterprise 2.0, die sich für mich auf jeden Fall gelohnt haben. Der Charakter der Veranstaltung mit wenigen Teilnehmern, ermöglichte viele interessante Diskussionen. Die meisten betreiben schon Web 2.0 Applikation, verfügen also schon über einige Erfahrung.
Die Diskussionen zeigten, dass die gemachten Erfahrungen doch recht ähnlich sind. Es zeigte sich aber auch, dass die Kulturen und organisatorischen Strukturen doch sehr unterschiedlich sind.
Sehr gut gefallen hat mir, dass die meisten Teilnehmer die Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellen. Die Tools sind dabei nur ein Hilfsmittel, die geforderte Funktionalitäten liefern. Wobei man aber darauf achten muss, dass Aspekte, wie z.B Usability, nicht vernachlässigt werden. Eine Evaluation der Tools, wie von Tobias Kunz (Deutsche Lufthansa AG) vorgestellt, ist sicherlich ein guter Betrag zum späteren Erfolg.
Ein wichtiger Teil der Vorträge drehte sich um den kalkulatorischen Nutzen von Entrerprise 2.0. Schließlich kann man so das Management am besten für die Einführung gewinnen. Die Teilnehmer waren überwiegend der Meinung, dass dies nur sehr unpräzise möglich ist. Es gab aber schon positive Ansätze den ROI zu kalkulieren. Besonders der Beitrag von Dr. Frank Schönefeld (T-Systems Multimedia Solutions GmbH) zeigte einige sehr interessante Ansätze.
Wichtigster Erfolgsfaktor für die erfolgreiche Einführung von Enterprise 2.0 ist die Definition der Ziele. Nur wenn man weiß, wo man hin möchte, kann man den Weg aufbauen. Ich kann diesem Ansatz nur zustimmen. Auch Keynote Speaker David Terrar (D2C Limited) führte dies als einen der wesentlichen Punkte für den Erfolg auf.
Einig war man sich auch, dass der Einsatz von Enterprise 2.0 einen deutlichen Nutzen für Unternehmen ergibt, auch wenn die Anwendungen nicht ohne Aufwand zu betreiben sind. Allerdings ist auch nicht alles zusätzlicher Arbeit. Schließlich macht es z.B. keinen Unterschied, ob man eine E-Mai schreibt oder den gleichen Inhalt in ein Wiki stellt. Der Nutzen für die Community ist jedoch ungleich größer.
Diskussion unter Experten und Beispiele anderer Unternehmen sind ein sehr gutes Instrument um sich weiter zu entwickeln. Ich habe auf jeden Fall viele Impulse für meine Arbeit mitgenommen.
Informationen zur Veranstaltung:



