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Buchtipp: A Sense of Urgency

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf das Buch „A Sense of Urgency“ von John. P. Kotter aufmerksam geworden bin. Das spielt aber auch keine Rolle, denn es hat sich auf jeden Fall gelohnt es zu lesen.

Im Wesentlichen geht es darum Projekte und Unternehmen dadurch weiter zu bringen, indem man bei den Beteiligten einen Sinn für die Dringlichkeit erzeugt, wie der Titel des Buches aber auch schon sagt.

Was mit dabei besonders gefallen ist, dass Kotter seine Thesen an vielen Praktischen Beispielen aufzeigt. Dabei werden nicht nur die erfolgreichen Methoden beschrieben, sondern auch die Fehler, die dazu führen, dass es eben nicht so gut läuft, wie man es gerne hätte.

Ein Beispiel ist der häufig im Buch wiederkehrende Effekt, dass Mitarbeiter ein falsches Gefühl für die Dringlichkeit entwickeln. Sie verfallen dann schnell in blinden Aktionismus, was am Ende zu keiner Verbesserung führt.

Besonders gefallen hat mir seine Beschreibung der NoNo’s. Das sind Mitarbeiter, die grundsätzlich gegen Veränderungen sind und vielfach die Entwicklung eines Unternehmens deutlich verhindern können oder, wie in einem Beispiel beschrieben, auch an den Rande des Abgrunds bringen.

Es funktioniert, nach seinen Ausführungen, nicht diese einzubinden oder zu ignorieren. Am besten hat mir sein Lösungsvorschlag gefallen, die NoNo’s weit weg zu versetzen. Spaß beiseite. Ich habe selbst solche Menschen kennengelernt. Es ist auf jeden Fall wichtig diese als NoNo’s zu identifizieren und den richtigen Weg zu wählen, um mit Ihnen umzugehen.

Warum sollte man nun dieses Buch lesen? Ich denke es ist immer wichtig die richtigen Prioritäten zu setzen und diese dann auch aktiv zu verfolgen. Mit fast jeden Projekt oder der Einführung neuer Tools ist ein Veränderungsprozess verbunden. Diesen meistert man nur, wenn man die beteiligten Personen dazu bringt mitzumachen und das in der richtigen Weise. Das gilt für kleine Projekte, wie auch für ganze Unternehmen. Erfreulicherweise gibt es das Buch auch als E-Book, was längst noch nicht für alle Fachbücher gilt. Ich vergebe für das Buch das Prädikat „sehr lesenswert“. Auch wenn es schon vor 4 Jahren erschienen ist.

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Heute wird geOpert

Weihnachten haben wir, wie jedes Jahr, gemütlich mit der Familie zusammen gesessen und über dies und das geplaudert. Dabei sind wir auch auf meine Oma gekommen. Meine Oma war schon vor dem 2. Weltkrieg selbstständige Unternehmerin.

Sie hatte eine Konfektionsschneiderei mit über 30 Näherinnen. Zu dieser Zeit war das sicherlich für eine Frau nicht eben selbstverständlich.

Nun gab es damals schon Zeiten in denen viel zu tun war, damit alles rechtzeitig fertig wurde. Meine Oma hatte auch hier ein kreatives ein Mittel, um Ihre Mitarbeiter zu motivieren, dass sicherlich auch nicht selbstverständlich war.

Gestartet wurde die „Motivationsmaßnahme“ mit „heute wird geOpert“. Diese Ansage bedeutete, dass alles was eigentlich gesagt wurde, jetzt gesungen werden musste. Ich denke das Singen der Kommunikation brachte viel gute Laune mit, was sicherlich bedeutete, dass die Effektivität gestiegen ist, bzw. die zusätzliche Arbeit eher akzeptiert wurde.

Meine Oma hat so ein einfaches Mittel gewählt um die viele Arbeit lustiger und damit schöner zu machen. Eine Arbeit die Spaß macht geht dann natürlich leichter von der Hand.

So eine Aussage in der heutigen Zeit geäußert, würde sicherlich auf einiges Unverständnis stoßen. Vielleicht sollte man es aber trotzdem einmal versuchen, auch wenn man in Deutschland eher nicht während der Arbeit singt. In anderen Ländern sieht es da schon anders aus. Während meiner mehrmonatigen Tätigkeit in einer italienischen Chemieanlage, war es täglich Normalität, dass jemand während der Arbeit gesungen hatte.

Eines jedenfalls kann man von meiner Oma lernen. In schwierigen Zeiten sollte man sich etwas einfallen lassen, dass die Mitarbeiter motiviert. Man kann das in kleineren Teams natürlich direkt machen, in großen Unternehmen muss man wohl eher die zur Verfügung stehenden Kommunikationskanäle nutzen.

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