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Web 2.0 erklären

Online-Kommunikation ist aus einem erfolgreichen Marketingmix heute nicht mehr wegzudenken. Immer wichtiger dabei werden Elemente des Mitmachweb. Für viele Aufgabengebiete in der Kommunikation bedeutet das eine deutliche Änderung der Arbeitsweise. Es ist also erforderlich sich mit dem Thema auseinander zusetzen.

Man müsste nun also meinen, dass sicher jeder, der beruflich kommuniziert, um Weiterbildung in Sachen Onlinemedien kümmern müsste. Das ist aber leider oft nicht so. Es gibt sicherlich Gründe, den Kopf in den Sand zu stecken und die bisherige Arbeitsweise war ja auch lange erfolgreich.

Vielfach kann man es sich einfach nicht vorstellen, dass sich das nun ändern soll. Die eingeprägten mentalen Modelle lassen das nicht zu. Dazu kommt, dass die Entwicklung der neuen „Schlachtfelder“ in der Kommunikation, oft eher sanft und unbemerkt entstehen. Es ist in vielen Bereichen noch nicht so deutliche zu sehen, was sich da Großes entwickelt. Das trifft natürlich besonders auf das B-to-B Business zu.

Die letzten Veranstaltungen zu dem Thema, haben an der Situation nicht viel geändert. Es besteht immer noch die Meinung, man braucht einfach nicht mitmachen, dann passiert schon nichts. Andere Kollegen wiederum glauben, dass man einfach vorhandenes Material in die neuen Kanäle kippen muss, dann wir alles gut.

Es hat sich bei den Veranstaltungen herausgestellt, dass sich viele Kollegen nichts unter Twitter und Co vorstellen können, wenn man einfach mit einigen Folien versucht, die einzelnen Tools vorzustellen. Spontan haben wir deshalb bei einem Meeting einfach mal gezeigt, wie Twittern tatsächlich geht. Wie es aussieht hat genau das funktioniert. Natürlich war es nur kurz und es hat nicht die Welt verändert, aber es hat gezeigt wie es funktionieren könnte.

Das ist der Weg, den wir jetzt gehen möchten. Wir zeigen den Kollegen in den Kommunikations- und Marktingabteilungen  jetzt wie Twittern, Social Networken usw. geht. Wir besuchen Sie dazu und haben dazu noch viele gute und schlechte Beispiele im Gepäck. Ich bnin sehr auf das Ergebnis gespannt.

Ich muss am Ende aber noch feststellen, dass sich doch schon einige Kollegen mit dem Thema Web 2.0 beschäftigen und da auch schon sehr aktiv sind. Das Interesse an Web 2.0 wächst auch spürbar. Es wäre also wie immer falsch, alle über einen Kamm zu scheren.

Der Aufwand ist auch erst mal zusätzlich. Schließlich können die bisherigen Kommunikationskanäle noch nicht entfallen.

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Wer ist Schuld an der Zukunft?

Im Anschluss an einen Vortrag letzte Woche wurde die Frage gestellt, wo die Entwicklung in den nächsten Jahren denn so hingeht. Der Referenten äußerte daraufhin die Meinung, dass das Internet das Leitmedium wird.  „In 10 Jahren gibt vielleicht keine gedruckte Zeitung mehr“, bemerkte er in seinem nächsten Satz.

Das war wohl für einige Teilnehmer zu viel. Es wurde sehr schnell von einer verarmten Gesellschaft geredet, wenn es keine gedruckten Zeitungen mehr gäbe. Mein Einwand, dass es nicht auf das Medium, sondern auf den Inhalt ankommt, änderte nicht viel an der Meinung. Es wurde, wie schon so oft, der Überbringer der Botschaft verurteilt. Und das ist eigentlich das Problem in solchen Diskussionen.

Es geht ja dabei gar nicht darum, ob wir diese Änderung wollen oder nicht. Eine Entwicklung hin zu den Online-Medien wird einfach nicht mehr aufzuhalten sein. In Zeiten von Web 2.0 kommt dann noch viel größer Änderung für die Arbeit in der  Kommunikation hinzu.

Ursache für manch heftiges Reagieren ist das eigene Nutzerverhalten. Man geht einfach davon aus, dass sich alle so verhalten, wie man selbst. Das gilt natürlich auch für sehr versierte User.

Es ist also falsch über die Nachteile einer geänderten Medienlandschaft zu diskutieren. Stattdessen sollte man lieber Fragen, wie die folgenden diskutieren:

  • Glauben Sie, dass wir hier Einfluss auf die Entwicklung haben?
  • Informiert sich Ihre Zielgruppe in der gleiche Weise wie Sie?
  • Denken Sie, dass wir unsere Arbeit nicht anpassen müssen?
  • Erreichen wir alle Zielgruppen mit den gleichen Medien?

Ziel solcher Diskussionen ist es, die Teilnehmer zu animieren, sich einfach mit den neuen Medien zu beschäftigen. Denn das ist es schließlich, was wir alle machen müssen. Nur so können wir die Kommunikation für die Zukunft entwickeln.

Menschen neigen halt dazu, Informationen die Ihre Meinung bestätigen, viel stärker wahr zunehmen. Das sollte man sich selbst auch immer wieder klar machen, sonst überschätzt man schnell die ein oder andere Entwicklung.

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Bloggen, aber warum?

Bei einem kleinen Web 2.0 Workshop diese Woche wurde die Frage „Warum bloggen Menschen“ gestellt. Und auch gleich beantwortet: „ Das machen die zur eigenen Darstellung“

Diese Meinung zeigt, das der Gedanke von Web 2.0 noch nicht überall angekommen ist. Nach dem Workshop habe ich mir noch mal Gedanken zu diesem Thema gemacht und weitere Gründe für die „Sender“ gefunden.

Meine Liste zu der Frage „Warum machen die das?“:

  • man empfängt nicht nur, sonder gibt auch eigenes Wissen zurück
  • viel Autoren schreiben einfach gern.
  • Sie möchten mit Ihren Inhalten etwas bei Ihrer Zielgruppe bewirken
  • man kann so auch Inhalte einfach dokumentieren
  • einmal etwas aufzuschreiben ist oft einfacher, als es immer wieder zu erklären
  • eine eigene Online Reputation aufzubauen wird heutzutage immer wichtiger
  • in manchem Bereich ist es wichtig um Kunden und Mitarbeiter zu gewinnen
  • natürlich betreibt es der ein oder andere auch zur Eigendarstellung

Generell muss noch mehr daran gearbeitet werden die Idee von Web 2.0 in die Köpfe der Menschen zu bringen. Das Teilen von Wissen oder gemeinsam etwas zu erarbeiten wird noch nicht überall als einen Weg zum Erfolg gesehen.

Oft wird auch noch übersehen, dass der Aufwand etwas für Blogs, Twitter etc. zu schreiben, nicht immer ein  zusätzlicher Aufwand ist. Er ist zumindest nicht höher, als es in einer E-Mail für einen kleinen Verteiler zu schreiben. Der Nutzen ist für viele aber ungleich größer.

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Der Vatikan auf Youtube

In vielen Diskussionen über die virale Verbreitung von Videos auf Youtube wird diese Plattform als unseriös bezeichnet. Sicherlich werden dort viele üble Videos gepostet, aber deshalb ist es doch auch ein Kanal, der von fast allen Internetnutzern immer wieder besucht wird.

Es ist ein Kennzeichen vieler von Nutzern gefüllter Portale, dass ein großer Teil schlicht Datenmüll ist. Die Besucher dieser Portal haben aber gelernt relevante Inhalte zu finden und den Rest zu ignorieren.

Youtube hat sich aber auf jeden Fall als wichtiger Kanal für die Kommunikation etabliert. Seit Anfang des Jahre gibt es auch einen besonders geeigneten Channel, um zu zeigen, dass Youtube nun wirklich von jedem ernst genommen wird. Ich zeige dann einfach den Channel des Vatikans. http://www.youtube.com/user/vatican Wenn die Kirche Youtube nutzt, dann kann es wirklich jeder.

Wir haben nun auch für ABB Deutschland einen eigenen Channel eingerichtet und sind mit den ersten Ergebnissen sehr zufrieden und werden dort regelmäßig weitere Videos einstellen.
http://www.youtube.com/user/ABBDeutschland

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Semantic MediaWiki

Das Karlsruhe Institut of Technology (KIT) hat ein semantisches Wiki auf Basis des MediaWiki entwickelt. Ich bin eher zufällig auf der Cebit über den Stand gestolpert. Diesem Zufall folgte eine interessante Präsentation.

Den Inhalten dieses Wiki’s werden semantische Anmerkungen hinzugefügt. In der richtigen Syntax werden diese dann lesbar für den PC. So können die Inhalte vom Wiki automatisch zu neuen Inhalten zusammengefügt werden. Besser Suchergebnisse unterstützen den Nutzer bei der Beantwortung seiner Fragen.

Diese und andere Vorteile haben natürlich Ihren Preis. Die Erstellung der Inhalte wird komplexer. Gerade das widerspricht aber der Idee eines Wiki’s. Einfach und schnell Webseiten zu erstellen ermöglichen es vielen Ihr Wissen anderen zur Verfügung zu stellen. Sind es aber wirklich die „Anfänger“  die den größten Anteil daran haben oder sind es nicht sowieso die „Profies“.

Mit der Annahme, dass eher geübte Autoren schreiben, kann man vielleicht die höhere Komplexität in kauf nehmen. Mir fällt es jedoch schwer das zu glauben. In unserem Wiki ist die Motivation der Mitarbeiter immer noch ein wichtiges Thema. Selbst recht einfache Funktionen sind oft noch eine zu große Hürde. Diese lässt sich aber mit ein bisschen Einarbeitung schnell überspringen.

Möglicherweise ist das MediaWiki aber die nächste Entwicklungsstufe, Gelernte Funktionen müssen dann nur noch ergänzt werden. Die Seiten funktionieren natürlich auch ohne semantische Anmerkungen. Kopieren ist auch noch eine Möglichkeit der Komplexität auszuweichen.

Aus diesen Bemerkungen ist zu sehen, dass ich ein bisschen skeptisch bin. Eventuell wir die Anzahl der Autoren durch die höhere Komplexität noch kleiner. Wenngleich die Vorteile das vielleicht mehr als Wett machen.

Gut wäre es, wenn möglichst viele Anmerkungen automatisch hinzugefügt werden könnten. Automatisch öffnende Fenster mit Fragen könnten den Autoren auch helfen. So könnten die Autoren Ihre Inhalte weitgehend in herkömmlicher Weise einstellen und die Anmerkungen würden überwiegend vom System ausgefüllt.

Sehr gut gefallen hat mir auch gefallen, dass man sehr schöne Seiten mit Formularfeldern erstellen kann. So kann man natürlich auch eine Website bauen, die von einer Community gepflegt wird. Autoren füllen die Formulare aus und können in begrenztem Umfang das Aussehen verändern und zusätzlich Inhalte hinzufügen.

Das semantische MediaWiki ist eine Open Source Software die unter dieser Adresse heruntergeladen werden kann:

http://www.semantic-mediawiki.org/wiki/Semantic_MediaWiki

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